Union im Streit: CDU-Politiker gegen Seehofers Rentenpläne

Union im Streit: CDU-Politiker gegen Seehofers Rentenpläne

, aktualisiert 16. April 2016, 11:48 Uhr
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Nicht einmal die Hälfte der deutschen Bevölkerung sorgt privat fürs Alter vor. CSU-Chef Horst Seehofer hält die Riester-Rente deshalb für gescheitert.

Quelle:Handelsblatt Online

„Das wird richtig teuer“: Führende CDU-Politiker kritisieren Horst Seehofers Vorschlag, das geplante Absenken des Rentenniveaus zu stoppen. Rückendeckung erhält der CSU-Chef dafür vom anderen Koalitionspartner.

BerlinDie Renten-Pläne von CSU-Chef Horst Seehofer treffen in der Schwesterpartei auf Widerstand. Man könne die Reformen der vergangenen Jahre nicht einfach zurückdrehen, sagte CDU-Generalsekretär Peter Tauber dem „Spiegel“. „Für die allmähliche Senkung des Rentenniveaus gab und gibt es gute Gründe.“ Unterstützung erhielt er von CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn. Wer jetzt mal eben das Rentenniveau anheben wolle, bekomme kurzfristig Applaus, verschärfe aber die Probleme massiv. „Das wird dann richtig teuer“, sagte der Finanz-Staatssekretär.

Seehofer will das angesichts der Alterung der Gesellschaft beschlossene Senken des Rentenniveaus stoppen. Er hatte dies damit begründet, dass die zum Ausgleich vorgesehene staatlich geförderte Riester-Rente gescheitert sei. Die Kürzung des Rentenniveaus führe zu einem massenhaften Abdriften in die Altersarmut. Nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung sorge privat fürs Alter vor. Auch SPD-Chef Sigmar Gabriel macht sich für eine Reform stark und will sie zum Thema im Bundestagswahlkampf 2017 machen.

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Mit der rot-grünen Rentenreform 2000/2001 wurde der Deckelung des Beitragssatzes zur Rentenversicherung Vorrang eingeräumt, damit die Rentenversicherung langfristig für die jüngere Generation bezahlbar bleibe. Das Rentenniveau beschreibt, wie viel die Altersbezüge eines früheren Durchschnittsverdieners mit 45 Beitragsjahren wert sind im Vergleich zu einem Durchschnittslohn. Derzeit liegt es bei 47,5 Prozent. Bis 2029 wird es nach derzeitigen Berechnungen auf 44,6 Prozent sinken.

Quelle:  Handelsblatt Online
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