Unklarheit nach Treffen: Zusammenarbeit zwischen AfD und Pegida?

Unklarheit nach Treffen: Zusammenarbeit zwischen AfD und Pegida?

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Pegida will sich nicht an Parteien binden - dennoch kursieren Gerüchte einer Zusammenarbeit mit der AfD.

So mancher in der AfD sieht in den Pegida-Anhängern Verbündete. Ob es zwischen beiden Übereinstimmungen gibt, sollte ein Gespräch in Dresden klären. Die Ergebnisse: unklar.

Gibt es in Zukunft eine Zusammenarbeit zwischen der rechtspopulistischen AfD und der islamfeindlichen Bewegung Pegida? Laut AfD-Parteivorsitzende Frauke Petry gibt es zumindest Gemeinsamkeiten: "Wir haben festgestellt, dass es offensichtlich inhaltliche Schnittmengen gibt", erklärte sie am Donnerstag in Dresden.

Dies sei das wesentliche Ergebnis eines Treffens mit sieben Vertretern der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) am Mittwochnachmittag. Von der Pegida selbst lag zunächst keine Stellungnahme zu dem ersten offiziellen Gespräch von Vertretern der Bewegung mit AfD-Spitzenpolitikern vor.

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Petry wandte sich erneut gegen die Vorbehalte der meisten Parteien, die der Pegida Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorwerfen. "Das halten wir für falsch", erklärte Petry.

Angst vor der Islamisierung Die AfD entdeckt Pegida als Wahlkampfthema

Die AfD hat ein neues Lieblingsthema: Die Angst vor einer vermeintlichen Islamisierung Deutschlands. Doch das ist ein Spiel mit dem Feuer, denn in der AfD haben auch frustrierte Liberale eine neue Heimat gefunden.

Manfred Mattis, Sprecher des Kreisverbandes Kassel-Stadt der AfD: Die Partei unterstützt die islamkritischen Demonstrationen. Quelle: dpa

Pegida hatte das Attentat auf die Redaktion der französischen satirischen Zeitschrift "Charlie Hebdo" am Mittwoch in Paris als Beleg dafür gewertet, dass Islamisten nicht demokratiefähig seien, sondern auf Gewalt und Tod als Lösung setzten. "Unsere Politiker wollen uns aber das Gegenteil glauben machen", erklärte die Organisation auf ihrer Facebook-Seite weiter.

Auf Pegida-Kungebungen wandten sich Redner nicht nur gegen radikalisierte Muslime; sondern gegen den Islam im Allgemeinen. So wurden etwa muslimische Bestattungsriten kritisiert. Auch der stellvertretende AfD-Bundes- und brandenburgische Landesvorsitzende Alexander Gauland interpretiert den Anschlag als Rechtfertigung für Pegida. „All diejenigen, die bisher die Sorgen der Menschen vor einer drohenden Gefahr durch Islamismus ignoriert oder verlacht haben, werden durch diese Bluttat Lügen gestraft.“

Trotz offensichtlicher inhaltlicher Schnittmengen verneinte Petry eine mögliche Zusammenarbeit. Die AfD suche nicht den Schulterschluss mit Pegida. Dies sei von Pegida auch gar nicht gewollt, sagte die Fraktionschefin. Pegida wolle sich nicht von Parteien abhängig machen und eine Bürgerbewegung bleiben.

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