Unter Strom: Politpromis an die Pipelines

kolumneUnter Strom: Politpromis an die Pipelines

Kolumne

Joschka Fischer gibt Gas: Der frühere Außenminister berät künftig das Nabucco-Projekt und tritt damit in Konkurrenz zu Altkanzler Gerhard Schröder, der für die Ostsee-Pipeline wirbt - frei nach dem Motto: Politpromis an die Pipelines.

Mit grünen Ideen lässt sich Geld verdienen – als grüne Galionsfigur erst recht. Fischer macht es vor und steigt ins Big Energy Business ein. Der frühere Außenminister soll das Gasprojekt Nabucco künftig politisch und image-mäßig vorantreiben. Ein lukratives Geschäft: Sein Beratervertrag habe eine sechsstellige Größenordnung, heißt es.

Bei dem Nabucco-Projekt geht es um eine 3300 Kilometer lange Gaspipeline von der kaspischen Region über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Das Vorhaben ist politisch brisant, weil es die Gasversorgung Europas unabhängiger von Russland machen würde. Der russischen Regierung gefällt das naturgemäß nicht.

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Auch Wladimir Putins Kumpel Gerhard Schröder dürfte das gar nicht witzig finden. Der Altkanzler setzt sich als Aufsichtsratsvorsitzender der Betreibergesellschaft Nord Stream dafür ein, dass künftig russisches Gazprom-Gas durch die Ostsee nach Deutschland strömt. Schröder erntete dafür viel Kritik – und das Projekt jede Menge Aufmerksamkeit.

Oskar bitte Offshore

Politpromis an die Pipelines, das scheint das Motto der Stunde zu sein. Eigentlich eine clevere Idee. In Deutschland gibt es zahlreiche Energieprojekte, deren Image dringend einmal poliert werden müsste. Die Atomenergie ist zum Ausstieg verdammt, die Kohlekraft hat den Ruf des Klimakillers – und selbst gegen Windräder regt sich landauf, landab Protest.

Wie wäre es denn zum Beispiel mit Wolfgang Clement als Schutzpatron der Atommeiler – als Streiter für einen ideologiefreien Energiemix ist der Ex-Wirtschaftsminister für diese Aufgabe wie geschaffen. Helmut Kohl könnte als Kanzler der Einheit für Kombi-Kraftwerke werben. Hans Dietrich Genscher mit seinem gelben Pullunder wäre ein idealer Botschafter der Solarindustrie.

Und natürlich: Oskar Lafontaine, der Dampfplauderer vom Dienst. Die oberlinke Windmaschine könnte sicher mühelos ein paar Windräder  antreiben. Aber bitte: Oskar nur offshore –  möglichst weit von Deutschlands Küsten entfernt.

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