Unternehmenssteuern: Wie Firmen unter der Reform leiden

Unternehmenssteuern: Wie Firmen unter der Reform leiden

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Die Unternehmenssteuerreform trifft viele Unternehmen in ihrer Substanz

Eine DIHK-Umfrage deckt auf, wie Firmen unter der Steuerreform leiden.

Eigentlich sollte die Reform der Unternehmenssteuer die Firmen um fünf Milliarden Euro entlasten. Tatsächlich aber trifft sie Hunderttausende Unternehmen in ihrer Substanz, ergab eine Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). Rund 148.000 Unternehmen sind demnach allein von der geänderten Gewerbesteuer betroffen, können Kosten wie Mieten und Zinsen nicht mehr absetzen. Nach Ansicht von DIHK-Steuerfachmann Alfons Kühn verstößt die große Koalition damit „gegen den Grundsatz, dass Unternehmen mit höheren Gewinnen auch mehr Steuern zahlen als solche mit geringerer Leistungsfähigkeit“.

Gewinne attraktiver machen

Zudem ermittelte der DIHK, dass die steuerliche Gleichbehandlung von Personen- und Kapitalgesellschaften in der Praxis nicht funktioniert. Der Umfrage zufolge macht nur jedes vierte Personenunternehmen von der sogenannten Thesaurierungsregel Gebrauch. Danach müssen Unternehmen, die ihre Gewinne nicht ausschütten, nur einen ermäßigten Einkommensteuersatz von 28,25 Prozent zahlen – statt in der Spitze 45 Prozent. Kühn fordert daher, das Einbehalten von Gewinnen noch attraktiver zu machen. Kritisch sieht der DIHK auch die Neuregelung zur Abschreibung von Kleinstinvestitionen. Das Absenken der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 410 auf 150 Euro beschere zwei Dritteln der Unternehmen längere Abschreibungszeiten. Kühn: „Das verringert ihre Liquidität.“

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