Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
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15 KommentareVersicherungspflicht für Selbständige einführen? Es ist bedauerlich, dass die Union hier in jene Klassenkampfphrasen einstimmt, die bislang nur den Oppositionsparteien vorbehalten waren. Nur eine kleine Minderheit von Selbständigen hat den Porsche in der Garage oder den Rembrandt an der Wand. Eine Ministerin, die derartige Vorurteile von sich gibt, zeigt damit, wie sehr sie sich von der Realität entfernt hat. Kein Wochenmarkthändler, kein Taxifahrer und kein Fahrradkurier kann an derartigen Luxus auch nur denken. Diese Leute sind froh, wenn sie jeden Monat die Miete gezahlt bekommen. Und dann soll man sie auch noch mit einer Pflichtaltersvorsorge belasten. Die meisten dieser Menschen können dann gleich zum Sozialamt gehen. Will die Union das ? Woher kommt dieser Haß auf selbständige Existenzen? Sind die Unionspolitiker schon längst zu schwarzlackierten Sozis verkommen ?
Ursula von der Leyen spricht wahrscheinlich über Ihre eigene Altersvorsorge gepaart mit ihrer Herkunft, wenn Sie an Porsche denkt. Nach Einführung einer Zwangsrente für Selbständige wird ein Massenexodus aus der Selbständigkeit stattfinden - kein renditeorientierter Selbständiger unterstützt ein marodierendes "Beschiss-Rentenystem". Ursula von der Leyen faselt wie der Blinde vom Bild über die Selbständigkeit in der BRD - Sie hat schlicht und einfach keinen Durchblick, ihr fehlt es diesbezüglich an sozialer Kompetenz. Glaubt man ernsthaft in den Reihen der deutschen Regierung, dass sich ältere Selbständige (60+) von dieser Dame hinter die Fichte führen lassen? Ursula von der Leyen ist jetzt schon die beste Außendienstmitarbeiterin der deutschen Versicherungswirtschaft.
Sehr geehrte Frau von der Leyen,
Ich empfehle, sich zunächst darüber zu informieren, wo die Verdienste der Selbständigen liegen. Mich deucht, dass da jahrzehntealte Vorurteile warmsitzender, staatsversorgter Bürokraten die Ratgeber waren. Die vielen Selbständigen, die froh sind, wenn sie über die Runden kommen, die sich mit Stundensätzen zufriedengeben (müssen), die bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung gerade mal einem Mindestlohn entsprechen, die ergänzende Sozialhilfe brauchen, die von jeder Krise als erste erwischt werden: das sind die porschefahrenden Großverdiener, die man nun bedenkenlos abzocken kann, um die Agonie des maroden Rentensystems noch ein bischen zu verlängern - jedenfalls bis nach der nächsten Wahl.
Und dann hat man ja noch die privaten Krankenversicherungen, die Gewerbesteuer für Freiberufler und Ihnen und Ihren Politikerkollegen fällt bestimmt noch mehr ein, um den letzten Cent herauszuquetschen.
Und bitte sehr - reden Sie sich jetzt nicht mit den bösen Unternehmen heraus. Wer für "den Staat" als Selbständiger tätig ist, kann Ihnen dazu mal ein paar Wahrheiten erzählen.
Glauben Sie allen Ernstes, dass die deutschen Bürger so bekloppt sind, dass sie nicht merken, was diese "Rettungspakete" bewirken sollen?
Machen Sie nur so weiter, ein Volk von Geringstverdienern, HartzIV- und ergänzende Sozialhilfe-Empfängern, Alterarmen wird es Ihnen danken.
Als ich vor 25 Jahren als Diplom-Ökonomin mit dem Satz von Helmut Kohl "Leistung muß sich wieder lohnen" im Hinterkopf ins Berufsleben startete, hätte ich mir nicht träumen lassen, dass sich heute eine CDU-Regierung darin gefällt, der hemmungslosen Gier verantwortungsloser Egomanen Vorschub zu leisten, die wirklich leistende Mittelschicht konsequent auszuradieren und hinzunehmen, dass sich Vollzeitbeschäftigte nicht mehr von ihrem Einkommen ernähren können.
Schämen Sie sich eigentlich manchmal oder kommt diese Petitesse in der Stellenbeschreibung einer Ministerin nicht vor?
Armut der Innovation
Wenn Selbständige auch einen Anspruch auf faire Behandlung durch den Staat haben, dann bin ich auch dafür:
1. Allianz Vertreter z.B. sind Selbständige, werden gegenüber dem Fiskus aber anders klassifiziert (Stichwort "Scheinselbständigkeit")
2. Das Recht des Selbständigen muss sich auch auf Fördermittelvergaben beziehen, d.h. wer ein größeres Netzwerk (Community) hinter sich bringen kann (z.B. beim "Schaufenster Elektromobilität"), der könnte genauso gefördert werden, wie z.B. ein Abteilungsleiter die Förderung seines Großunternehmens genießen kann (Stichwort Buch "Wir nennen es Arbeit").
3. Die Schutzrechte (Patente) gehören abgeschafft, es sein denn, Förderinstitute, wie Fraunhofer dürfen nicht auch schon im nichtgewerblichen Betrieb, also während der Entwicklungsphase Ideen/Innovationen des Selbständigen ohne dessen Zustimmung/Verhandlung nutzen.
Das Freiberufler kreatives Freiwild sind, hat gute und schlechte Seiten. Man müsste tiefer über das Thema nachdenken.Z.B. Wirtschaftsleistung KMU/Konzern/Freiberufler/Community
Die zentrale Frage ist wahrscheinlich "Wie lässt sich Innovation und Kreativität bewahren" und "welcher konservative Teil ist für Beständigkeit ausreichend", um den internationalen Wettbewerb um Ideen standzuhalten.
Tief verwurzelt in Niedersachsen scheint auch Frau von der Leyen der Versicherungswirtschaft den einen oder anderen Freundschaftsdienst erweisen zu wollen. Und statt pfändungssicher wäre mir bei meiner Altersvorsorge inflationssicher wesentlich wichtiger. Das scheint allerdings im Moment bei der Politik nicht gerade hohe Priorität zu genießen.
Als Selbstständiger habe ich oft nicht die Möglichkeiten, Beiträge für eine Rente zu erwirtschaften. Leider ist jede Rente an die fortlaufende Zahlung von Beiträgen gebunden. Dies treibt die kleinen Seltständigen in den Ruin. Beiträge sollten flexibel gestaltet werden, nur dann könnte es klappen.
Zum "Mix von Beiträgen und Steuern". Hier lügt die Dame genauso unverblümt, wie alle Politiker. Die Rentenkassen werden seit Adenauers Zeiten in unverschmtem Maß von allen Regierungen geplündert. Die angeblichen Zuschüsse sind lediglich ein Teilbetrag der zweckentfremdeten Entnahmen aus den Rentenkassen. Hierzu empfehle ich mal nach "Teufel-Tabelle" zu googeln. Bis heute sind rund eine Billion Euro aus der Rentenkasse für nicht durch Beiträge gedeckte Leistungen entnommen worden! Die angeblichen Zuschüsse sind berücksichtigt!
Seit Adenauers Zeiten wird die gesetzliche Rentenversicherung durch Steuerzuschüsse subventioniert, weil das Beitragsvolumen nie zur Deckung der Leistungen gereicht hat. Ein Blick in die Schweiz wäre hilfreich.
Wenn von jedem EUR Einkommen, unabhängig von der Einkunftsart (aus Kapital, Miete & Verpachtung o.ä.) von jedem Einkommensbezieher - ob Bankvorstand, Politiker oder Beamten) 1,5% Beitrag verlangt würde, hätten wir kein Rentenproblem mehr. Alle Befreiungsmöglichkeiten von dieser Beitragspflicht gehörten abgeschafft und die Höchstrenten gedeckelt. Es darf keine Altersversorgung mehr geben ohne Beitragszahlung! Damit würden die Lohnnebenkosten der Arbeitgeber in einem Umfang gesenkt, dass mehr Arbeitsplätze entstehen könnten und beitragsfreie Doppel- und Dreifachversorgungen (vgl. Eichel-Skandal) wären abgeschafft. Deutschlands größter politischer Fehler sind die Denkverbote und Klientelversorgungen.
Ich habe immer freiberuflich/selbständig in den Bereichen Text/Erwachsenenbildung gearbeitet und als Alleinerziehende mit zwei Kindern keine dauerhafte Festanstellung bekommen. Ich verfüge über sehr hohe akademische Qualifikationen und bin gewiss auch fleißig und versuche täglich, Aufträge zu bekommen. Dennoch komme ich meist nicht aus dem Rahmen von Hartz IV hinaus! Wenn ich dank meiner Honorare dem Amt für einen oder zwei Monate Ade sagen kann, dann habe ich kein Geld, um in die Rentenkasse einzuzahlen! Es fällt schon schwer genug, die Krankenkassenbeiträge zu bezahlen! Wie mir geht es sehr sehr vielen Freiberuflern und die meisten davon sind zu stolz, darüber zu reden. Denn Jammern ist ja kein gutes Marketing und wenn man jammert, kommt sofort jemand mit der "Positiv-denken-Keule", mit der man heute jede noch so berechtigte Schilderung selbst erlittener Missstände erschlägt.
Frau von der Leyen halte ich für eine große Kaputtsparerin - von Bürgern.
An dem Tag an dem Politiker in Deutschland, keine andere "Nebenbeschäftigungen" mehr haben dürfen, als ihr politisches Amt oder Ihre politische Tätigkeit und sich aus der Abhängigkeit der Interessen Weniger lösen, um so endlich "Dem Deutschen Volke" (laut Ihrer Schwüre auf die Verfassung) zu DIENEN! An dem Tag an dem Politiker genau in der gleichen Höhe Steuern abführen werden, wie die meisten Bürger Deutschlands. An dem Tag an dem deutsche Politiker Ihre unverschämten und frechen Maßlosigkeiten an Diäten, Zulagen, "Zuschläge für Verantwortung" und sonstige, durch purer Gier, selbst zugesicherten Gelder (aus den Tasche der Steuerzahler), auf dem Niveau der normalen Löhne der Deutschen Arbeitnehmer reduzieren und nur noch von diesen Einnahmen Ihr Leben bestreiten werden. An dem Tag an dem Politiker für die überwältigende Mehrheit des Volkes da sind und nicht für Wenige die vor den Nasen der Politiker mit dicken Geldbündel rumwedeln. An dem Tag, an dem Politiker aus Ihren Einnahmen, in gleicher prozentualer Höhe, wie die Mehrheit der Deutschen, in die Gesetzlichen Sozailversicherungskassen einzahlen werden!
An dem Tag, an dem alle Bürger in Deutschland gleich sind und es für keinen Politiker, Posten, Amt, Beamten, Reichen oder Armen, eine andere Behandlung oder Versorgung geben wird.
An dem Tag, Frau von der Leyen, an dem Tag, werde ich als Selbstständiger trotzdem bereit sein, in das marode Sozialsversicherungssystem Deutschlands einzuzahlen. An dem Tag, werden Sie mich nicht dazu zwingen müssen! Und ich bin vollkommen davon überzeugt, dass Sie an diesem Tag, Niemanden mehr, werden dazu zwingen müssen!
Doch damit dieser Tag endlich kommt, müssen Sie und Ihre Kollegen, Frau von der Leyen, endlich eines verinnerlichen! Sie Alle wurden von uns gewählt, damit Sie machen, was wir sagen! Sie sind unsere Angestellten! Das Deutsche Volk hält Sie Alle aus, damit Sie FÜR und nicht GEGEN Ihm arbeiten! Politiker sind Verwalter und nicht Herrscher, Frau von der Leyen!
Wie wäre es mit einer Pflicht für die Politiker zur Ehrlichkeit.
Leistungsgerechtigkeit für den der Leistung bringt und allen anderen H4 wie jedem Arbeitnehmer auch. Der Reichtum einzelner in Deutschland hat sich zu weit von der Masse der Menschen entfernt.
Das kann und wird nicht gut gehend ablaufen.
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: "Selbstständige sollten eine Pflicht zur Altersvorsorge haben"
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