Veränderungen : Autozulieferer Capricorn kauft Nürburgring

Veränderungen : Autozulieferer Capricorn kauft Nürburgring

, aktualisiert 11. März 2014, 18:31 Uhr
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Der Nürburgring hatte 2012 Insolvenz angemeldet. Die Sanierer suchten seit Mai 2013 einen Käufer für die Rennstrecke und den zu groß geratenen Freizeitpark.

Der insolvente Nürburgring hat einen Käufer: Der Zuschlag geht an den Autozulieferer Capricorn, wie die Sanierer des Rings am Dienstag in Koblenz mitteilten. Capricorn will das Erlebnisdorf jetzt abreißen.

Der insolvente Nürburgring hat einen Käufer. Der Zuschlag geht an den Autozulieferer Capricorn, wie die Sanierer des Rings am Dienstag in Koblenz mitteilten. Damit ist die US-Investorengruppe HIG Capital aus dem Rennen, der zwischenzeitlich bessere Chancen eingeräumt worden waren.

Der Nürburgring-Käufer Capricorn will das Erlebnisdorf „Grüne Hölle“ nahe der Rennstrecke nun schließen und die erst vor kurzem eingeweihte Achterbahn Ringracer stilllegen. „Sofort werden wir die "Grüne Hölle" einstellen - einen der großen Verlustbringer“, sagte Capricorn-Geschäftsführer Robertino Wild am Dienstag in Koblenz. Auf die Frage, was mit den Gebäuden in dem Freizeitpark am Ring geschehe, sagte er: „Höflich gesagt heißt das Rückbau.“ Stattdessen will Capricorn am Ring einen Automobil-Technologieschwerpunkt aufbauen. Man sei in Gesprächen mit verschieden Instituten, auch dem Fraunhofer-Institut. „Wir hoffen, das ein oder andere Institut an den Nürburgring locken zu können.“ Capricorn hatte den Zuschlag für den insolventen Nürburgring am Dienstag erhalten.

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Der Autoteile-Hersteller Capricorn mit Sitz in Düsseldorf hat mehr als 350 Mitarbeiter. Rund 100 davon arbeiten in einem Werk am Nürburgring. Im Mittelpunkt des Konzepts steht der Motorsport. Vor knapp einem Jahr begann der Verkauf des Rings.

Nürburgring-Prozess Vier Jahre Haft für Ex-Minister gefordert

Vier Jahre Freiheitsstrafe. Das fordert die Anklage im Untreue-Prozess um den Ausbau des Nürburgrings für den ehemaligen rheinland-pfälzischen Finanzminister Ingolf Deubel. Er sei der Hauptschuldige.

Der ehemalige rheinland-pfälzische Finanzminister Ingolf Deubel (SPD) soll vier Jahre in Haft. Quelle: dpa

Zuvor hatten die Gläubiger bei der entscheidenden Sitzung zum Verkauf kräftig auf die Bremse getreten. Die Entscheidung verzögerte sich am Dienstag stundenlang. Im Rennen waren nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa nur noch die US-Investorengesellschaft HIG Capital und der Düsseldorfer Autozulieferer Capricorn, der auch am Nürburgring ein Werk hat. Es gebe viel Abstimmungsbedarf, sagte der Sprecher der Sanierer des Rings, Pietro Nuvoloni.

Der Nürburgring hatte 2012 Insolvenz angemeldet. Die Sanierer suchten seit Mai 2013 einen Käufer für die Rennstrecke und den zu groß geratenen Freizeitpark, den die damalige SPD-Alleinregierung für rund 330 Millionen Euro bauen ließ. Der Kaufvertrag ist erst gültig, wenn die EU-Kommission ihren Bescheid zur Prüfung möglicher illegaler Beihilfen vorlegt. „Es geht um Arbeitsplätze und Existenzen und um den Ruf des Nürburgrings“, erklärte Klöckner.

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Hinter HIG Capital soll nach Angaben aus Kreisen unter anderem der britische Ex-Rennfahrer Meyrick Cox stehen. Die Firma HIG Europe Capital Partners stellte Ende Februar beim Bundeskartellamt einen Antrag auf den Erwerb des Rings. Die Behörde gab grünes Licht für die Möglichkeit, wie ein Sprecher einen Bericht der Zeitung „Trierischer Volksfreund“ (Mittwoch) bestätigte. Die Entscheidung sei aber kein Indikator dafür, ob es tatsächlich dazu komme.


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