Verdi: Warnstreiks legen Verkehr lahm

Verdi: Warnstreiks legen Verkehr lahm

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In vielen großen Kommunen Nordrhein-Westfalens fahren die Busse und Straßenbahnen ab 03:00 Uhr morgens nicht mehr.

Quelle:dpa

Fast alle Räder stehen still im Nahverkehr vieler Großstädte in Nordrhein-Westfalen. Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts lässt die Gewerkschaft Verdi die Muskeln spielen und trifft die Berufspendler. Die Arbeitgeber sprechen von einer Provokation.

Der Warnstreik im öffentlichen Dienst hat am Mittwochmorgen den Berufsverkehr in Nordrhein-Westfalen erheblich gestört. In Köln, Düsseldorf, Dortmund und zahlreichen anderen Städten blieben Busse und Bahnen in den Depots. „Die Fahrzeuge stehen still“, sagte der Sprecher von Verdi-NRW, Günter Isemeyer. „Köln ist für 24 Stunden zu, da geht keine Straßen- und keine U-Bahn raus.“ In Düsseldorf traten mit Beginn des Warnstreiks am Morgen etwa 400 Straßenbahn- und Busfahrer der Rheinbahn in den Ausstand.

Im Laufe des Tages würden mit den Mitarbeitern aus den Werkstätten und aus der Verwaltung der Rheinbahn etwa bis zu 1400 Kollegen die Arbeit niederlegen, sagte ein Rheinbahnsprecher. Vielerorts machten sich Berufspendler zu Fuß oder mit Fahrrädern auf den Weg zu den Bahnhöfen. Der Zugverkehr ist nicht vom Streik betroffen. S-Bahnen und Regionalzüge fahren nach Fahrplan. Hochbetrieb herrschte an Taxiständen. „Alle Taxis sind vom Hof“, sagte Hans-Günther Kaufhold von „Taxi Düsseldorf“. Die Polizei meldete von den Autobahnen „ganz normalen Verkehr für einen Mittwochmorgen“. Die Gewerkschaft Verdi hat mehrere zehntausend Beschäftigte der Kommunen und des Bundes in NRW zu ganztägigen Streiks aufgerufen, die auch Behörden und die Müllabfuhr trafen.

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In Köln sollten nach Angaben der Stadt nur 21 der 225 Kitas vollständig öffnen, in 36 war ein begrenztes Angebot geplant. Auch Sparkassen, Schwimmbäder und Theater sollen in den Streik einbezogen werden. Mit den Aktionen im bevölkerungsreichsten Bundesland hat die am Montag begonnene Warnstreik-Welle einen ersten Höhepunkt erreicht. Am Mittwoch waren auch in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Brandenburg Warnstreiks geplant.

Die Gewerkschaft Verdi und die Tarifunion des Beamtenbundes dbb verlangen ein Plus von 6,5 Prozent - mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber kritisierten die massiven Warnstreiks nach nur einer Verhandlungsrunde als Provokation. Der Verhandlungsführer der Kommunalen Arbeitgeber, Thomas Böhle, äußerte in der „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch) den Verdacht, die Arbeitsniederlegungen seien von Anfang an geplant gewesen. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. Die Verhandlungen sollen am Montag und Dienstag in die zweite Runde gehen.

Quelle:  dpa
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