Verfassungsschutz: Keine Phantasie für Nazi-Terror

Verfassungsschutz: Keine Phantasie für Nazi-Terror

, aktualisiert 27. November 2011, 19:30 Uhr
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Heinz Fromm: „Das war außerhalb unserer Vorstellungswelt“.

Quelle:Handelsblatt Online

Der Verfassungsschutz konnte sich eine rechte Terror-Zelle, wie sie nun Thüringen aufgedeckt wurde, nicht vorstellen. Der Zentralrat der Juden verlangt darum, über ein NPD-Verbot hinaus nachzudenken.

Erfurt/WeimarDer Präsident des Verfassungsschutzes Heinz Fromm hat Fehler im Umgang mit der Zwickauer Neonazi-Zelle eingeräumt. Fromm sagte dem Sender MDR Thüringen, die Dienste hätten die rechte Szene um die Jahrtausendwende zwar nicht unterschätzt, aber das Gewaltpotenzial sei nicht gesehen worden. „Dass es eine solche Zelle gegeben hat, die eine solche Mordserie begeht, das war außerhalb unserer Vorstellungswelt“, sagte Fromm am Rande einer Veranstaltung des Zentralrats der Juden in Weimar (Thüringen).

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sagte dem MDR zu einem NPD-Verbot, dies könne nur der erste Schritt sein: „Die Behörden müssen dorthin, wo Rechtsradikale zu finden sind.“ Graumann nannte das Internet, die rechte Musikszene, die Hooligan-Szene sowie Elternvereine und Sportvereine, die unterwandert würden.

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Das Trio Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe soll die rechtsextreme Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund gebildet haben, die vom sächsischen Zwickau aus operierte. Den beiden Männern, die sich nach derzeitigem Stand vor einer Festnahme selbst töteten, werden Morde an neun Kleinunternehmern türkischer und griechischer Herkunft sowie an einer Polizistin angelastet. Die 36-jährige Zschäpe sitzt in Untersuchungshaft.

Quelle:  Handelsblatt Online
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