Verkehrs- und Transportwesen: Familienunternehmer fordern beschränktes Streikrecht

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Unter den vergangenen Streiks von Lufthansa und Bahn leiden auch Familienunternehmen.

von Bert Losse

Weil die Streiks bei Bahn und Fluggesellschaften wirtschaftlichen Schaden bei ihnen auslösen, fordern Unternehmerverbände nun eine Beschränkung des Streikrechts im Verkehrswesen.

Die Streiks bei Lufthansa und Bahn haben im vergangenen Jahr fast jedem fünften Familienunternehmen in Deutschland einen substanziellen wirtschaftlichen Schaden zugefügt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitgliederumfrage der Wirtschaftsverbände „Die Familienunternehmer-ASU“ und „Die Jungen Unternehmer-BJU“ exklusiv für die WirtschaftsWoche. Die rund 850 befragten Firmenchefs sehen nun Handlungsbedarf bei der Politik. 83 Prozent fordern von der Bundesregierung eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts im Bereich des Verkehrs- und Transportwesens.

Lutz Göbel, Präsident des Verbandes der Familienunternehmer, plädiert in der WirtschaftsWoche für eine grundsätzliche Überarbeitung der Streikregularien. „Streiks sollten wieder das letzte und nicht das erste Mittel der Wahl sein. Sie dürfen nicht zum Normalfall werden – oft noch bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen haben“, fordert der Unternehmer. Bisher ist das Arbeitskampfrecht in Deutschland reines Richterrecht. Nach Göbels Meinung müssen „die Politiker endlich ran ans konfuse Streikrecht.

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Die bisherige Einzelfall-Entscheidung der Gerichte ist mehr als schädlich“. Seine Vorstellung: Erst sollten die Tarifpartner verhandeln. Wenn nötig, könne im zweiten Schritt ein Schlichter herangezogen werden. „Erst wenn auch das scheitert, dürfen die Gewerkschaften streiken.“

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