Bild: dpaPlatz 10: Autobahn 24
Mit 5.497 Kilometer Stau eröffnet die A 24 die Top 10 der stauanfälligsten Autobahnen Deutschlands. Zwischen Hamburg und Berlin stand der Verkehr vergangenes Jahr knapp 80 Tage still. Und das bei maximal 45.000 Fahrzeugen pro Tag und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.
Bild: dpa/dpawebPlatz 9: Autobahn 4
Die Autobahnstrecken der A 4 zwischen Aachen und Krombach sowie dem Kirchheimer Dreieck und Görlitz bescherten den Autofahrern letztes Jahr 7.020 Staukilometer. 293 Tage standen die Autobahnnutzer damit im Stau. Nerven kostet vor allem der nordrhein-westfälische Abschnitt zwischen Köln Kreuz-Süd und Köln-Poll: Jeden Tag folgen mehr als 120.000 Fahrzeuge dem Kölner Autobahnring auf der A 4.
Bild: dpaPlatz 8: Autobahn 7
Die mit 967 Kilometern längste deutsche Autobahn landet auf Platz 8 der stauanfälligsten Strecken Deutschlands. Letztes Jahr standen die Fahrzeuge 38 Kilometer und damit 14 Stunden pro Autobahnkilometer im Stau. Das macht insgesamt 36.617 Staukilometer auf der A 7. Davon meistbefahren ist die Strecke Hamburg-Nordwest - Hamburg-Stellingen mit mehr als 130.000 Fahrzeugen am Tag. Stau gibt es hingegen eher auf der Strecke Flensburg – Hamburg: Hier standen die Autofahrer letztes Jahr ganze 3.283 Stunden im Stau, insgesamt also 137 Tage.
Bild: APPlatz 7: Autobahn 6
Die A 6 zwischen der deutsch-französischen und deutsch-tschechischen Grenze ließ ihre Autofahrer letztes Jahr ganze 278 Tage im Stau stecken. Nerven kostet hier vor allem die Strecke Nürnberg – Heilbronn: Der ADAC zählte hier letztes Jahr 2.073 Staumeldungen mit mehr als 6.400 Staukilometern.
Bild: dpaPlatz 6: Autobahn 9
21.632 Kilometer Stau: Das ist die Bilanz 2011 der Autobahn 9. Besonders viel Zeit brauchte man hier auf der Strecke Nürnberg - München, die mit knapp 150.000 Fahrzeugen zu den meistbefahrenen Routen Deutschlands zählt. Die mehr als 4.000 Staus verursachten damit eine Autoschlange von knapp 12.000 Kilometern. Und das auf einer Strecke, die nicht mehr als 170 Kilometer misst. Erstaunlich auch: Elf der bundesweit 61 gemeldeten Megastaus über 30 Kilometer stammten von der A 9 im Abschnitt AD Holledau – AK Neufahrn.
Bild: dpaPlatz 5: Autobahn 2
Einer der meist frequentierten Autobahnen Deutschlands, die A 2, belegt Platz 5 der stauanfälligsten deutschen Autobahnen. Auf der Ost-West-Achse standen die Autofahrer letztes Jahr ganze 9.234 Stunden im Stau, auf einer Gesamtlänge von knapp 22.000 Kilometern. Geduld brauchte vor allem, wer auf der Strecke Dortmund – Hannover unterwegs war: Der ADAC registrierte hier letztes Jahr 4.617 Staumeldungen mit einer Länge von knapp 12.000 Kilometern.
Bild: dpaPlatz 4: Autobahn 5
Auch wenn sie nur Platz 4 im Kilometervergleich belegt: Auch die A 5 ist Spitzenreiter. In der ADAC-Staubilanz belegt sie Platz 1 in Sachen Staudauer. Insgesamt 28 Staustunden pro Kilometer Autobahn wurden letztes Jahr gemeldet. Der Verkehr stockte dabei auf einer Länge von „nur“ 25.080 Kilometer. Vor allem zwischen Kassel und Frankfurt sowie Karlsruhe und Basel rollten die Autos langsamer. Gut die Hälfte aller Staus der A 5 ereignete sich auf diesen Strecken.
Bild: dpa/dpawebPlatz 3: Autobahn 1
Mit mehr als 42.000 Kilometern Stau ergattert die A 1 Platz 3 der stauanfälligsten deutschen Autobahnen. Die 732 Kilometer lange Strecke verursachte dabei rund 21 Staustunden pro Kilometer Autobahn im letzten Jahr. Problemkind ist auch hier wieder die Gegend rund um Köln: Zwischen Euskirchen und Dortmund registrierte der ADAC vergangenes Jahr knapp 8.000 Staumeldungen mit einer Gesamtlänge von 15.840 Kilometern. Auch im Norden, zwischen Hamburg und Bremen, kam der Verkehr 2011 immer wieder zum Erliegen. Insgesamt 2.599 Mal.
Bild: dpa/dpawebPlatz 2: Autobahn 3
Das Siegerpodest knapp verfehlt hat die 778 Kilometer lange A 3. Die zweitlängste Autobahn Deutschlands bescherte den Autofahrern letztes Jahr knapp 50.000 Staukilometer, vor allem im Raum Frankfurt und Köln. Insgesamt wurden hier 6.500 Staus gezählt, die die Autofahrer alles in allem 239 Tage feststecken ließ.
Bild: APPlatz 1: Autobahn 8
Spitzenreiter der ADAC-Staubilanz 2011 im Hinblick auf die gemeldete Staulänge ist die A 8. Zwischen der luxemburgischen Grenze bei Perl bis ins oberbayerische Piding stockte der Verkehr letztes Jahr mit rund 67 Kilometern pro Autobahnkilometer. Allein auf der Strecke Karlsruhe – Salzburg heißt das konkret: 9566 Staus mit einer Länge von mehr als 30.000 Kilometern.
Auch die Wahrscheinlichkeit eines einzelnen Megastaus war hier vergangenes Jahr am größten: Ein Drittel aller Staus über 30 Kilometer Länge ereigneten sich auf der A 9 zwischen München und Österreich. Grund dafür sind zum einen das hohe Verkehrsaufkommen, aber auch der mangelhafte Zustand und das hohe Alter der Autobahn. Nicht zuletzt gilt die A8 als eine der unfallträchtigsten Autobahnen Deutschlands.
Platz 10: Autobahn 24
Mit 5.497 Kilometer Stau eröffnet die A 24 die Top 10 der stauanfälligsten Autobahnen Deutschlands. Zwischen Hamburg und Berlin stand der Verkehr vergangenes Jahr knapp 80 Tage still. Und das bei maximal 45.000 Fahrzeugen pro Tag und ohne Geschwindigkeitsbegrenzung.
Neben dauerhaft hohen Kraftstoffpreisen könnten nun auch Straßennutzungsgebühren das Autofahren in Deutschland verteuern. Die Verkehrsministerkonferenz, die am Freitag in Cottbus zu Ende geht, diskutiert dazu verschiedene Modelle - darunter auch die umstrittene City-Maut. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) brachte erneut die Autobahnmaut für Pkw ins Gespräch: „Ich werbe dafür, dass wir langfristig zu einer Maut bei allen Fahrzeugen kommen“, sagte er.
Für Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) ist die Pkw-Maut eine von mehreren Optionen. Doch müssten auch für Kommunen Möglichkeiten geschaffen werde, zusätzliches Geld zum Erhalt von Straßen und für den Nahverkehr einzunehmen. „Es wird nicht einfach so billig weitergehen wie bisher“, betonte er im ZDF-„Morgenmagazin“. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie Automobilverbände machten aber bereits deutlich, dass sie gegen eine City-Maut sind, wie sie etwa in London erhoben wird.
Im Straßenbau fehlen sieben Milliarden Euro
Auf ihrer Konferenz in Cottbus hatten die Verkehrsminister den jährlichen Finanzbedarf für die Erhaltung der Infrastruktur mit etwa sieben Milliarden Euro beziffert. Den Ressortchefs liegt der Zwischenbericht einer Kommission zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur vor. Darin werden nach Medienangaben neben der Pkw-Maut in Städten die Ausweitung der Lkw-Maut auf alle Straßen und die Einführung einer Infrastrukturabgabe empfohlen. Diese Vorschläge hatten bereits kontroverse Diskussionen ausgelöst.
Die Union im Bundestag erteilte der Einführung einer City-Maut eine Absage: „Das findet in dieser Koalition in dieser Legislaturperiode definitiv nicht statt“, sagte der verkehrspolitischer Sprecher Dirk Fischer (CDU) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. „Wir haben schon heute ein jährliches Finanzloch von etwa vier Milliarden Euro nur bei der Sanierung der kommunalen Straßen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebund, Gerd Landsberg der „Passauer Neuen Presse“. Es führe kein Weg daran vorbei, die Nutzer stärker an den Kosten der Infrastruktur zu beteiligen. Landsberg machte sich dafür stark, die Lkw-Maut auf alle Straßen auszudehnen. Zudem fordert der Kommunalverband den Ausbau des Bus- und Bahnverkehrs und die Erweiterung des Radwegenetzes.
Schärfere Kontrollen beim Idiotentest
Trotz der fehlenden Milliarden für den Straßenbau planen die Länder einem „Handelsblatt“-Bericht zufolge aber vielfach weiter drauf los und setzen damit Hunderte Millionen Euro aufs Spiel. So summiere sich der Bauwert der fertig geplanten Projekte auf rund 12,6 Milliarden Euro, berichtet das Blatt am Freitag unter Berufung auf die Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Linkspartei. Doch wann und ob diese Straßen überhaupt gebaut werden, sei angesichts der Lücken im Haushalt vielfach unklar. Schon für laufende Projekte fehlten nach Aussage von Bundesverkehrsminister Ramsauer 1,7 Milliarden Euro.
In einem anderem Bereich kündigte Ramsauer Neuerungen an: So will er im Herbst eine Arbeitsgruppe zur Reform des sogenannten Idiotentests einsetzen. Bis zu einer Neuregelung der umstrittenen Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) wolle Ramsauer schärfere Kontrollen der Prüfungsabläufe durch die Bundesanstalt für Straßenwesen, berichtete die „Bild“-Zeitung (Freitag) und berief sich auf das Bundesverkehrsministerium. Außerdem will Ramsauer im Internet ein Beschwerdeportal freischalten lassen, bis es neue bundeseinheitliche Regeln für die MPU gibt.















