Quelle: dapdWas Peter Ramsauer bei den Punkten ändern will
Laut Berichten der „Bild“ und der „AutoBild“ will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Verkehrssünderkartei in Flensburg reformieren. Die geplanten Änderungen im Überblick.
Quelle: dpaDas bisherige Punktesystem soll radikal vereinfacht werden. Künftig soll bereits bei einem Kontostand von acht Punkten der Führerschein eingezogen werden, nicht wie bisher bei 18. Was auf den ersten Blick nach einer drastischen Maßnahme aussieht, relativiert sich schnell wieder. Denn auch die Punkte für die einzelnen Vergehen sollen angepasst werden.
Quelle: dpaDer Bundesverkehrsminister plant außerdem den grundlegenden Umbau des Punktesystems für Autofahrer zu einem neuen „Fahreignungsregister“. Der Bewertungskatalog soll künftig schwere und besonders schwere Verstöße stärker betonen, teilte das Verkehrsministerium am 28. Februar2012 in Berlin mit.
Straftaten am Steuer sollen zum Beispiel zehn statt fünf Jahre gespeichert bleiben, schwere Verstöße fünf statt bisher zwei Jahre.
Quelle: dpaFür besonders schwere Verstöße und Straftaten im Straßenverkehr sieht das neue System zwei Punkte vor. Für andere Delikte wie zum Beispiel das Handy am Steuer gibt es nach der Neuregelung einen Punkt.
Quelle: dpaFür mehr Transparenz sollen klare Tilgungsfristen sorgen. Ein-Punkte-Delikte werden nach zweieinhalb Jahren gelöscht, Zwei-Punkte-Verstöße bleiben fünf Jahre lang in der Kartei. Anders als heute verlängert sich aber die Eintragungsdauer durch neue Taten nicht.
Quelle: dpaNeu sind auch die geänderten Schwellenwerte: Heute gibt es ab acht Punkten eine Verwarnung und die Möglichkeit, Punkte mit einem freiwilligen Aufbauseminar abzubauen. Bei 14 ist der Kurs ohne Rabatt Pflicht, mit 18 der Führerschein weg.
Mit dem neuen Modell wird man bei vier Punkten ermahnt, bei sechs Punkten gibt es eine Verwarnung mit angeordneter Teilnahme des Aufbauseminars. Bei acht Punkten heißt es den Führerschein abzugeben. Ein Punkteabbau durch freiwillige Maßnahmen ist dagegen nicht geplant.
Quelle: dpaDie Möglichkeit, Punkte abzubauen, soll es nicht mehr geben.
Quelle: dpaVergehen, die für die Verkehrssicherheit belanglos sind, sollen nicht mehr mit Punkten, sondern nur noch mit einem saftigen Geldbetrag geahndet werden. Das wird dann zum Beispiel für einen Fahrer fällig, der ohne gültige Plakette in einer Umweltzone unterwegs ist.
Quelle: AP„Schwerwiegende“ Vergehen, für die der Verantwortliche bisher drei bis sieben Punkte kassiert hat, sollen ab 2013 mit zwei Punkten geahndet werden. Darunter fällt das Überfahren einer roten Ampel, wenn der Verkehr nicht gefährdet wurde und die Ampel nicht länger als eine Sekunde auf rot steht.
Quelle: dpaAuch für Trunkenheit am Steuer - sofern nicht durch das Fahrverhalten aufgefallen - gibt künftig zwei statt bisher vier Punkte. Außerdem neu: Ein „Punkte-Tacho“ in den Ampelfarben soll Autofahrern ihren Status veranschaulichen.
Was Peter Ramsauer bei den Punkten ändern will
Laut Berichten der „Bild“ und der „AutoBild“ will Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) die Verkehrssünderkartei in Flensburg reformieren. Die geplanten Änderungen im Überblick.
Verkehrssünder in Deutschland müssen sich auf ein neues Punkte-System einstellen. Die Grenze für den Führerscheinentzug sinke von 18 auf acht Punkte, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU)in der "ARD". „Das klingt drastisch“. Das ganze System werde aber gestaucht. Vergehen, für die es bisher drei Punkte gab, sollen künftig nur noch mit einem Punkt bestraft werden. Das System sei derart kompliziert geworden, dass niemand mehr durchblicke, begründete Ramsauer seine Reformpläne weiter. „Ich will das einfacher, transparenter und handhabbarer machen.“ Was mit den 47 Millionen alten Punkten passiert, wolle er Ende Februar erläutern.
Was sich in Flensburg ändert
Grobe Verstöße
Unter "grobe Verstöße" fallen beispielsweise Geschwindigkeitsübertretungen. Wer bisher innerorts 21 Sachen zu viel drauf hat, bekommt drei Punkte. Nach der Umstellung gibt es dafür nur noch einen Punkt. Das gilt natürlich für alle Vergehen, die bislang mit drei Punkten bestraft wurden.
Schwere Verstöße
Zu den sogenannten „schwerwiegenden Ordnungswidrigkeiten“ gehört unter anderem das bei Rot über die Ampel fahren. Dieses und ähnliche Vergehen bringen demnächst zwei Punkte in Flensburg.
Fahren unter Alkohol
Wer mit Alkohol am Steuer erwischt wird, muss - wie bisher auch - sofort den Lappen abgeben. Wer trinkt, läuft - daran ändert sich nichts.
Nach Informationen der „AutoBild“ erfolgt bei einem Stand von vier Punkten eine „Ermahnung“, bei sechs Punkten eine letzte „Verwarnung“. Punkte können wie bisher durch Nachschulung rechtzeitig abgebaut werden. Zudem sollen die Einträge künftig einzeln verjähren: 1-Punkt-Delikte nach zwei und 2-Punkte-Delikte nach drei Jahren.
Das Verkehrszentralregister (VZR) gibt es seit 1958. Darin werden innerhalb des Kraftfahrt-Bundesamtes die Delikte und die dafür erhaltenen Punkte der Verkehrsteilnehmer elektronisch gesammelt. Ramsauer hatte bereits 2011 mit Umstellungen anfangen, er senkte etwa die Grenze für den Verlust des Führerscheins von 20 auf 18 Punkte.













