Verteidigung: Bundeswehr ist ineffizienteste Nato-Armee

Verteidigung: Bundeswehr ist ineffizienteste Nato-Armee

von Christian Ramthun

Die im Umbruch befindliche Bundeswehr schneidet im Vergleich mit den anderen westeuropäischen Armeen extrem schlecht ab.

Wie aus Daten der Europäischen Verteidigungsagentur EDA hervorgeht, liegt die Zahl der einsatzfähigen deutschen Soldaten derzeit bei 7000, bei den Franzosen sind es 30.000 und bei den Briten 22.000. Dabei stehen hinter jedem Bundeswehrsoldaten im Einsatz 35 Kameraden und 15 zivile Mitarbeiter daheim im Grundbetrieb und zur Unterstützung. Bei den Franzosen sind es acht plus zwei, bei den Briten neun plus vier und EU-weit 16 plus vier, schreibt die WirtschaftsWoche.

Danach liegen die Ausgaben pro Soldat im Einsatz mit 5,16 Millionen Euro bei der Bundeswehr dreimal so hoch wie im EU-Durchschnitt. Input und Output stünden in einem erschreckenden Verhältnis,  kommentiert der FDP-Verteidigungspolitiker Christoph Schnurr gegenüber der WirtschaftsWoche die Zahlen: „Die Bundeswehr hat den Wandel ihrer Kernkompetenz von einer stehenden Panzerarmee zu hochmobilen Einsatzkräften noch nicht umgesetzt.“

Anzeige

Doch auch wenn die anstehende Reform unter Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière gelingt und die Bundeswehr effizienter wird, bleibt die Frage, ob sie auch billiger wird. Zwar will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Verteidigungsetat bis 2014 auf 24 Milliarden Euro schrumpfen. Doch schon mit den aktuell 31 Milliarden Euro oder 1,3 Prozent des Bundesinlandsproduktes (BIP) liegt Deutschland in der Nato hinten.

Laut WirtschaftsWoche kommt Nachbar Frankreich auf 2,0 und Großbritannien auf 2,5 Prozent. Im Nato-Hauptquartier gelten zwei Prozent des BIPs für Verteidigung als Richtschnur. Für Deutschland wären das ungefähr 50 Milliarden Euro.

Anzeige

14 Kommentare zu Verteidigung: Bundeswehr ist ineffizienteste Nato-Armee

  • für unser Deutschland seit 1918 einmal eine gute Nachricht.

  • Jeder ehemalige Soldat oder ehemalige Wehrpflichtige weiß und kennt die bürokratie im alltäglichen Geschäftsbetrieb der Truppe. Für alles gibt es Vordrucke, Vorschriften und Regelungen.

    beispiel: Kraftfahrerausbildung. Zuwenig Fahrpraxis, da der Kraftstoff limitiert ist und der kaum zur alltäglichen Fahrpraxis verwendet werden darf (und die Schwierigkeiten mit den Fahrbefehlen). Geländefahrten werden kaum unter realistischen Fahrbedingungen geübt.

    Schießtraining: begrenzter Munitionsvorrat für das Schießtraining, zuwenig instandsetzungspersonal für Ausrüstung und für die Einsatzwaffen, früher völlig veraltetes und unbrauchbares Ausrüstungsmaterial. Die Reparatur und die eigene instandsetzung von Einsatzfahrzeugen und das beschaffen von Ersatzteilen waren Hauptbestandteile des Wehrdienstes. Und das lag nicht an den militärischen Vorgesetzten.

  • 7000 Soldaten multipliziert mit 5,16 Mios Kosten sind 36 Milliarden und nicht wie richtig erwähnt 31 Mill Verteidigungshaushalt. Auch die Zahlen für zivile Mitarbeiter und einsetzbare Soldaten sind definitv falsch. Schlecht recherchiert und dann waghalsige Schlußfolgerungen.

Alle Kommentare lesen
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%