Vietnamesischer Geheimdienst: Generalbundesanwalt ermittelt zu verschlepptem Vietnamesen

Vietnamesischer Geheimdienst: Generalbundesanwalt ermittelt zu verschlepptem Vietnamesen

, aktualisiert 10. August 2017, 17:02 Uhr
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Die Behörde hat die Ermittlungen im Fall des verschwundenen Vietnamesen aufgenommen.

Quelle:Handelsblatt Online

Im Fall des mutmaßlich in sein Heimatland verschleppten vietnamesischen Geschäftsmannes ermittelt jetzt die Bundesanwaltschaft. Es bestehe der Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit, teilte die Behörde mit.

KarlsruheIm Fall des mutmaßlich in sein Heimatland verschleppten vietnamesischen Geschäftsmannes ermittelt jetzt die Bundesanwaltschaft. Es gehe um den Anfangsverdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit, sagte eine Sprecherin der Karlsruher Behörde am Donnerstag auf Anfrage.

Die Ermittlungen richteten sich gegen namentlich bekannte und auch gegen unbekannte Beschuldigte. Zuvor hatte „Spiegel Online“ darüber berichtet. Ursprünglich war die Berliner Staatsanwaltschaft zuständig.

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Trinh Xuan Thanh, der in Deutschland Asyl suchte, war vor knapp drei Wochen aus Berlin verschwunden. Zeugen beobachteten am 23. Juli, wie ein Mann und eine Frau mit Gewalt in ein Auto bugsiert wurden. Später tauchten beide in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi auf.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass der vietnamesische Geheimdienst und die Botschaft des Landes in Berlin daran mitgewirkt haben. Thanh wird zur Last gelegt, als Chef einer Tochterfirma des staatlichen Öl- und Gaskonzerns PetroVietnam für Verluste von umgerechnet etwa 125 Millionen Euro verantwortlich zu sein. Bei einer Verurteilung droht dem ehemaligen Funktionär der Kommunistischen Partei Vietnams im schlimmsten Fall die Todesstrafe.

Das Verschwinden des 51-Jährigen belastet die Beziehungen zwischen Berlin und Hanoi. In direkter Konsequenz hatte die Bundesregierung den obersten Vertreter des vietnamesischen Geheimdienstes in Berlin aufgefordert, Deutschland binnen 48 Stunden zu verlassen. Forderungen, Thanh zurückreisen zu lassen, kam Hanoi nicht nach.

Quelle:  Handelsblatt Online
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