Von Stilllegung bedroht: Aigner will Kraftwerk Irsching am Netz halten

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Der Block 5 des Kraftwerks Irsching.

von Angela Hennersdorf und Henning Krumrey

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) macht sich dafür stark, das von Stilllegung bedrohte Kraftwerk Irsching am Netz zu halten.

In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel fordert Aigner Hilfen des Staates, um solche Kraftwerke am Netz zu halten, die für Kapazitätsengpässe gebraucht werden. Die Blöcke in Irsching würden „für die sichere Stromversorgung Bayerns dringend benötigt. Mit der schrittweisen Abschaltung der Kernkraftwerke Grafenrheinfeld und Gundremmingen B in den Jahren 2015 und 2017“ seien sie „erst recht unverzichtbar“, schreibt Aigner in dem Brief, der der WirtschaftsWoche vorliegt.

Mangel an Leitungen aus dem Norden

Die Stilllegung sei „eine bedauerliche, aber logische Folge der gegenwärtigen Rahmenbedingungen“, so Aigner weiter. Kurzfristig verlangt die Ministerin, die hohen Kapitalkosten bei nicht abgeschriebenen, modernen Kraftwerken extra zu honorieren. Langfristig aber müssten „Anreize für die Bereitstellung gesicherter Stromerzeugungskapazitäten geschaffen werden, unabhängig von der produzierten Strommenge“ – also ein Kapazitätsmarkt.

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Ganz anderes wird das im Berliner Wirtschaftsministerium gesehen. „Es besteht kein Kapazitätsproblem am Strommarkt. Deutschland- und europaweit betrachtet, haben wir derzeit sogar Überkapazitäten“, sagt Gabriels Energie-Staatssekretär Rainer Baake der WirtschaftsWoche. In Bayern fehle es auch nicht an Kraftwerksleistung, vielmehr mangele es an Leitungen zur Übertragung von Windstrom aus dem Norden: „In Süddeutschland gibt es ein Netzproblem – kein Kapazitätsproblem.“

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