"Vordenker"-Umfrage: Digitalkompetenz sollte Schulfach werden

"Vordenker"-Umfrage: Digitalkompetenz sollte Schulfach werden

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Das Klassenzimmer muss digitaler werden, sagen die "Vordenker".

Eine Umfrage der WirtschaftsWoche in Kooperation mit der Boston Consulting Group zeigt, dass junge Führungskräfte an der deutschen Schule zweifeln. Im Unterricht müsste es viel stärker um die Digitalisierung gehen.

Deutsche Schulen bereiten nicht gut genug auf das Arbeitsleben vor. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der WirtschaftsWoche in Kooperation mit der Boston Consulting Group unter den „Vordenkern“, einer Community junger Führungskräfte. 38 Prozent schätzen demnach die Ausbildung an den Schulen als schlecht oder eher schlecht ein, 40 Prozent sind in der Frage neutral. Lediglich einer von fünf Vordenkern sagt, dass deutsche Schulen eher gut auf das Arbeitsleben vorbereiten.

Die Einschätzung der Vordenker deckt sich mit aktuellen Forschungsergebnissen. Eine Studie des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), eine Art nationales Pisa, zeigte im vergangenen Jahr erhebliche Mängel bei Neuntklässlern im Süden und Westen der Republik auf. Während die Schüler im Osten der Republik sich beispielsweise in Sachen Rechtschreibung verbesserten, verschlechterten sich die Schüler in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen deutlich.

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Andreas Dinger, Partner bei der Boston Consulting Group, fordert eine solide Grundausbildung. „Schulen sollten auf das Arbeitsleben vorbereiten – eine Ausbildung am Arbeitsmarkt vorbei hilft weder Schülern noch Unternehmen“, sagt Dinger. Aus Sicht der Vordenker ist das das größte Problem. 51 Prozent sagen, dass sie ihr Schulwissen kaum im Beruf anwenden können. Lediglich 18 Prozent sind Meinung, sie würden ihr Fachwissen aus der Schule auch im Job noch brauchen.

Mehr als 40 Prozent der Vordenker plädiert für ein ausgewogenes Verhältnis von Grundlagen und Praxis in der Schule. Knapp die Hälfte bevorzugt eine grundlagenorientierte Ausbildung, 13 Prozent bevorzugen Praxis-Fähigkeiten.



Größtes Problem laut Umfrage: Die Schulen müssten viel stärker digitale Kompetenzen vermitteln. 45 Prozent der Vordenker sagen, digitale Kompetenzen sind künftig wichtig. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) fordert sogar „digitale Kompetenzen“ als Hauptfach. „Wie man Digitalangebote entwickelt und selbstbestimmt nutzt, sollte dringend Teil des Schulunterrichts werden“, sagt Andreas Dinger, Leiter des Münchener BCG-Büros und Beirat der Bildungsinitiative der Unternehmensberatung. „Ohne ein breites digitales Verständnis und Offenheit für Digitalisierung und Innovation in der Bevölkerung droht Deutschland, den Anschluss im weltweiten Wettbewerb der Industrieländer zu verlieren.“



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