Wahl-Sonntag naht: Piraten in Berlin

Wahl-Sonntag naht: Piraten in Berlin

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Das Wahlplakat der Piratenpartei in Berlin. 35 000 Euro beträgt das Wahlkampfbudget der Partei in Berlin - die SPD gibt dagegen 1,7 Millionen Euro aus.

In Berlin heißt es Endspurt: Morgen wählen die Hauptstädter die neue Besetzung des Abgeordnetenhauses. Der Ausgang der Wahl scheint klar zu sein, spannend wird es auf den Nebenschauplätzen: Entert die Piratenpartei Berlin?

Der Wahlkampf in Berlin verlief wenig kreativ, die großen Parteien hatten nicht viel zu sagen. Der Ausgang schien ohnehin klar zu sein. Die Prognosen sprechen für die SPD (32 Prozent) und damit eine Wiederwahl Klaus Wowereits. Die Grünen (19,5 Prozent) übernehmen – den Voraussagen nach – die Rolle des Juniorpartners. CDU und FDP müssen sich mit 21 und drei Prozent der Stimmen zufrieden geben, sagen die Wahlforscher. Die Linke soll es immer noch auf elf Prozent schaffen.

Piraten über fünf Prozent

Nur die Piratenpartei hat in der Hauptstadt kräftig die Wahlwerbetrommel gerührt – und das wohl mit Erfolg. Laut Umfragen fährt die Partei morgen 5,5 Prozent der Stimmen ein und schafft den Einzug ins Abgeordnetenhaus. Damit könnten die Piraten erstmals seit ihrer Gründung vor fünf Jahren Abgeordnete in einem Landesparlament stellen. Und ein Einzug der Piraten ins Abgeordnetenhaus könnte die CDU noch zum Regierungspartner machen, wenn sie das denn will.

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Die Piratenpartei, die sich das Recht auf informationelle Selbstbestimmung auf die Fahnen geschrieben hat und gegen Zensur im Internet eintritt, hält Deutshland reif für eine neue Partei. Sie sind sichvor allem sicher, dass das Land eine Partei braucht, die auch im Internet zuhause ist. Und auch Parteienforscher gehen davon aus, dass die Piraten sich eine Stammwählerschaft heranziehen und sich etablieren können.

Keine Partei mit nur einem Thema

Der Berliner Kapitän Andreas Baum legt aber auch Wert darauf, dass die Piraten keine reine Netzpartei sind.  "Wir möchten dafür sorgen, dass sich die Politikarbeit der Zeit anpasst, die modernen Kommunikationsmittel und ihre Chancen auch nutzt", sagt Baum. Er will erreichen, dass Bildung und Wissen – Schule, Theater, Bibliotheken – kostenlos sind, sodass jeder von dem gesammelten Wissen profitieren kann. Auch der öffentliche Nahverkehr und das Internet sollen kostenlos sein. Verkürzt: Freier Zugang zu Informationen für alle.

Ob die Piraten das schaffen, müssen sie ab Montag beweisen. Wenn die Umfragen denn zutreffen.

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