Wahlumfrage: CDU liegt kurz vor NRW-Wahl leicht vor SPD

Wahlumfrage: CDU liegt kurz vor NRW-Wahl leicht vor SPD

, aktualisiert 11. Mai 2017, 15:45 Uhr
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In einer aktuellen Umfrage liegt Armin Laschets CDU vor der SPD.

In einer aktuellen Umfrage zu NRW-Landtagswahl in NRW kann die CDU die SPD überholen. Auch Linkspartei und Grüne würden es demnach in den neuen Landtag schaffen.

Kurz vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat die CDU die SPD von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft einer aktuellen Umfrage zufolge überholt. In der Erhebung von YouGov im Auftrag Sat.1 NRW liegt die Partei des CDU-Herausforderers Armin Laschet nun mit 31 Prozent knapp vor der SPD mit 30 Prozent.

Die CDU hat demnach 4 Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Stichprobe des Meinungsforschungsinstituts vor gut zwei Wochen hinzugewonnen, die SPD dagegen 6 Punkte verloren. Die einzige denkbare Regierungskonstellation wäre danach eine große Koalition.

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Die FDP von Christian Lindner könnte laut YouGov aktuell mit 9 Prozent rechnen (plus zwei Punkte). Die AfD muss zwei Prozentpunkte abgeben und liegt nun ebenfalls bei 9 Prozent. Die Linke würde es nach fünf Jahren Pause mit 8 Prozent (unverändert) wieder in den Düsseldorfer Landtag schaffen. Die Grünen können sich um einen Punkt auf 7 Prozent verbessern. In einem Sechs-Parteien-Parlament wären die Piraten künftig nicht mehr vertreten.

NRW-Wahlkampf Hannelore Kraft hat die Realität ignoriert

Die Ministerpräsidentin setzte ganz auf die alte „Wir in Nordrhein-Westfalen“-Masche von Johannes Rau. Schon damals regierte die SPD an der Realität vorbei. Jetzt rächte sich, dass Kraft diese Politik kopiert.

Hannelore Kraft's "#NRWir" und der alte Wahlspruch von Johannes Rau "Wir in Nordrhein Westfalen". Quelle: dpa Picture-Alliance

Für die repräsentative Umfrage hatte das Institut online 1017 Wahlberechtigte befragt - und zwar vom 8. bis 10. Mai, also nach dem Kraft-Laschet-TV-Duell und der Wahl in Schleswig-Holstein, die die CDU gewonnen hatte.

Beim Beliebtheitswert liegt Ministerpräsidentin Kraft danach zwar vor Laschet, allerdings mit deutlichen Einbußen. Könnte der Regierungschef direkt gewählt werden, würden sich 34 Prozent für Kraft entscheiden - ein Minus von 8 Punkten im Vergleich zur letzten YouGov-Umfrage. Für Laschet würden sich nach wie vor 21 Prozent entscheiden.

Rot-Grün könnte der Umfrage zufolge nicht weiterregieren, verfehlt erneut die Mehrheit. Aber auch für eine - von Kraft am Mittwoch ohnehin ausgeschlossene - rot-rot-grüne Koalition mit den Linken würde es nicht reichen. Ebenso wäre ein Zweierbündnis aus CDU und FDP oder aus SPD und FDP nicht machbar. Und Dreier-Bündnisse hatten entweder die Grünen oder die FDP ausgeschlossen.

In drei Umfragen der vergangenen Tage hatte die SPD leicht vorne gelegen oder mit der CDU gleichauf bei 32 Prozent. Zuletzt hatte die CDU vor gut einem Jahr bessere Umfragewerte als die SPD geschafft - Ende April 2016 beim Institut INSA.

Angaben über Unentschlossene, die nicht wissen, ob oder wen sie wählen, wurden in den YouGov-Ergebnissen nicht ausgewiesen. Die Fehlertoleranz gab das Institut mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten an.

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