Wahlumfragen: Es ist noch lange nichts entschieden!

ThemaWahlen 2017

Wahlumfragen: Es ist noch lange nichts entschieden!

Umfragen zufolge scheint die Wahl für Angela Merkel und die Union bereits gewonnen. Wer das annimmt, hat ein kurzes Gedächtnis und die politischen Stimmungen vor den Bundestagswahlen von 2002 und 2005 vergessen.

Die aktuellen Wahlumfragen stimmen in ihren Hauptaussagen überein: die politische Stimmung ist für die Unionsparteien gut, Angela Merkel wird auch von Vielen ihrer politischen Gegner als Bundeskanzlerin gewünscht, während die Chancen der SPD dagegen schlecht sind mit eher negativem Ausblick. Während die Unionsparteien meist um die 40% oder höher liegen, sieht die SPD die 30% -Marke eher von unten. Die FDP als potentieller Koalitionspartner der Unionsparteien schwächelt zwar und verbessert sich nur millimeterweise. Dennoch gibt es kaum Zweifel daran, dass die Liberalen wieder in den Bundestag einziehen werden. Zu frisch sind noch die Eindrücke von den spektakulären Wahlerfolgen der FDP in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen.

Die Grünen sind in den Umfragen mit 13-15% mit deutlichem Abstand drittstärkste Partei, dennoch scheinen sie die Schwäche der SPD nicht kompensieren zu können. Es gibt praktisch keine Wechselstimmung. Und auch die jüngsten Streitfragen um die Drohnen der Bundeswehr und die Versuche der Oppositionsparteien, die Abhörexzesse der US-Amerikaner auch der Bundesregierung anzulasten, scheinen nicht zu verfangen.

Anzeige

So wählt das Netz Merkel hält Steinbrück selbst im Internet auf Distanz

Die Bundeskanzlerin nennt das Internet "Neuland" und verweigert sich Twitter. Trotzdem liegt sie in der Gunst der Internet-affinen Wähler knapp, aber konstant vor dem SPD-Mann. Wie kann das sein?

Quelle: dpa/Montage

Ist aber damit alles schon entschieden? Steht damit schon jetzt fest, dass Schwarz-Gelb nach der Bundestagswahl weiter regieren kann? Wer das annimmt, hat ein kurzes Gedächtnis und die politischen Stimmungen vor den Bundestagswahlen von 2002 und 2005 vergessen. Zu Beginn des Jahres 2002 lagen die Unionsparteien scheinbar uneinholbar vor den Sozialdemokraten. Die überraschende, positive Präsentation der später Hartz-Gesetze genannten Vorhaben durch Peter Hartz, die gute Performance von Gerhard Schröder bei der damaligen Flutkatastrophe und seine Position im Irak-Krieg drehten die Stimmung, und am Ende lag die SPD sogar noch einige Tausend Stimmen von den Unionsparteien.

Auch 2005 hatten die Sozialdemokraten nach einer Serie von Niederlagen bei Landtagswahlen, insbesondere dem Verlust des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Spitzenkandidaten Steinbrück, und nach der von Gerhard Schröder überraschend angekündigten Neuwahl zum Bundestag einen deutlichen Rückstand auf die CDU/CSU. Trotzdem gelang es den Sozialdemokraten auch hier mit einer gekonnten Aufholjagd in der heißen Phase des Wahlkampfes noch fast zu den Unionsparteien aufzuschließen.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%