Warnstreiks: IG-Metall-Chef Huber verschärft Gangart im Tarifkonflikt

Warnstreiks: IG-Metall-Chef Huber verschärft Gangart im Tarifkonflikt

Quelle:dpa

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie verschärft IG-Metall-Chef Berthold Huber die Gangart der Gewerkschaft. „Wir werden keine substanzlosen Verhandlungen mehr führen“, sagte Huber am Dienstag, dem Tag der Arbeit, in Hamburg.

Von Mittwoch an werde die Warnstreikwelle rollen. Vor mehreren tausend Menschen auf dem Fischmarkt machte der Gewerkschaftschef deutlich, dass die IG Metall keinen Scheinfrieden schließen werde. „Es gibt kein Ergebnis, ohne dass in allen drei Forderungen tragfähige Lösungen erzielt werden.“

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Die IG Metall fordert für die rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Lehrlingen. Die Arbeitgeber haben bislang 3 Prozent mehr Geld auf 14 Monate angeboten, die übrigen Forderungen aber abgelehnt.

Streikhöhepunkt in der zweiten Wochenhälfte

Nach den bisher ergebnislosen Verhandlungen rief die IG Metall nach Ablauf der Friedenspflicht zu Warnstreiks auf, die in der zweiten Wochenhälfte ihren Höhepunkt erreichen sollen. „Wir werden uns nichts abkaufen lassen“, bekräftigte Huber vor den Demonstranten. Wenn es bis Pfingsten keine Lösung im Tarifkonflikt gebe, werde es zu Urabstimmung und Streiks kommen.

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„Das ist aber Ultima Ratio“, ergänzte Huber. „Ich glaube, dass sich die Arbeitgeber noch nicht durchgerungen haben, mit uns eine konstruktive Verhandlung zu führen“, sagte Huber auf der Veranstaltung direkt nach seinem Auftritt am Dienstag in Hamburg. Aber er höre viele Arbeitgeber, die dazu bereit wären. Deshalb sei er nicht allzu pessimistisch. In Tarifverhandlungen könne sich von einer Stunde auf die andere etwas ändern.

Quelle:  dpa
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