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Weltbank-Tagung: Bundesbank-Chef sieht vorerst keinen Spielraum für Steuersenkungen

von Christian Ramthun (Istanbul)

Bevor die kommende Bundesregierung zu regieren beginnt, empfiehlt ihr Bundesbank-Präsident Axel Weber, dass sie „einen Kassensturz machen“ muss. Anschließend sollte sie eine „Prioritätenliste formulieren“.

Bundesbankpraesident Axel Quelle: AP
Bundesbankpraesident Axel Weber Quelle: AP
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Die von Union und FDP im Wahlkampf versprochenen Steuerentlastungen sieht der Bundesbank-Chef nicht ganz oben auf einer solchen Liste. Es gebe angesichts der stark steigenden Verschuldung des Staates nur „sehr wenig Spielraum, um die Gesamtbelastung der Bürger zu verringern“.

Am Rande der Weltbank-Tagung in Istanbul erklärte Weber, falls die neue Bundesregierung gleich zu Beginn ihrer Amtszeit die Steuern senke, sei die Haushaltsstabilität gefährdet. Als Strategie rät Weber, erst die staatlichen Ausgaben zu senken, um dann Luft auf der Einnahmenseite zu haben für eine Reduzierung der Steuern- und der Abgabenlast. Ausdrücklich verweist der Bundesbank-Präsident auf die Gesamtabgabenlast und warnt davor, Entlastungen auf Steuern zu beschränken. In diesem Zusammenhang forderte Weber auch, die Reformen im Gesundheitswesen fortzuführen.

Weber weiterhin verärgert über Sarrazin

In Istanbul beschäftigt sich Weber auch mit den kritischen Äußerungen seines Vorstandskollegen Thilo Sarrazin. Weber sprach von einer „bedenklichen Entwicklung“. Solches Verhalten sei nicht vereinbar mit der Institution Bundesbank.

Sarrazin hatte im Berliner Kulturblatt „Lettre internationale“ abfällig über Türken und Araber gesprochen und unter anderen sagte, diese seien in Berlin nur bei Obst und Gemüse produktiv.

Einen Rücktritt von Sarrazin forderte er jedoch nicht und erklärte, es gehe nicht um Personen, sondern um die Institution. Weber: „Die Bundesbank genießt hohe Reputation, und die ist beeinträchtigt worden.“ Jeder Mitarbeiter vom Sachbearbeiter bis zum Mitglied des Direktoriums müsse sich der Bedeutung bewusst sein. Die prompte Entschuldigung Sarrazins am Donnerstag nannte Weber „angemessen und notwendig“.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.10.2010, 14:40 UhrAnonymer Benutzer: Falk

    Sie kann auch keinen Spielraum für Steuersenkungen sehen weil unsere Steuergelder mit vollen Händen für Migranten und dem Sozialsystem weggeworfen werden.
    Sollte sehr interesannt sein:
    Armut ist für alle da - die verschwiegenen Kosten der Zuwanderung Vergessen Sie die horrenden Kosten der Wirtschaftskrise. Sie sind trotz der vielen Milliarden, die wir alle dafür bezahlen müssen, nichts im Vergleich zu jenen beträgen, die wir für die Heuschrecken der Zuwanderungsindustrie ausgeben. Es ist politisch nicht korrekt, die Zahlen zu addieren. Denn Politiker und Medien sprechen bei Migranten aus der Türkei und anderen fernen Ländern gerne von angeblicher "bereicherung". Doch jetzt wird abgerechnet. Die Wahrheit lautet: bestimmte Migrantengruppen kosten uns pro Jahr weitaus mehr als die Wirtschaftskrise. Über eine billion (!) Euro haben Migranten allein in Deutschland in unseren Sozialsystemen bislang an Schäden verursacht. - Wussten Sie, dass schon mehr als vierzig Prozent der Sozialhilfebezieher in Deutschland Ausländer sind und die von ihnen verursachten Kosten für die Steuerzahler pro Jahr (!) höher sind als die Kosten der Finanzkrise? - Wussten Sie, dass Migranten laut Armutsberichten immer ärmer werden und zugleich von Jahr zu Jahr mehr Milliarden ins Ausland schaffen? - Wissen Sie, wie viele türkische Hartz-iV-Empfänger Schwarzgeldkonten in Liechtenstein haben? - Wussten Sie, dass deutsche Sozialgerichte Sozialhilfebetrug bei Migranten inzwischen als "kulturelle besonderheit" akzeptieren und mit dieser begründung auf Rückforderung der betrügerisch abkassierten Summen verzichten? - Wussten Sie, dass wir seit Jahrzehnten Türken und Mitglieder von balkan-Großfamilien, die noch nie in Europa gewesen sind, kostenlos und ohne einen Cent Zuzahlung in der gesetzlichen deutschen Krankenversicherung mitfinanzieren?

  • 05.10.2009, 08:47 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Natürlich macht die neue bundesregierung einen "Kassensturz" und wird auch zur Erkenntnis kommen, das der Spielraum für Steuersenkungen nicht sehr groß ist. Entscheidend ist aber die längerfristige Ausrichtung der Steuerpolitik mit der Aussicht auf spührbare Entlastungen. Das Machbare muss sofor umgesetzt werden. Herr Weber sollte sich mit seinen Ratschlägen da lieber etwas zurückhalten. Der gleiche Herr Weber hat ja auch noch bis Ende letzten Jahres behauptet, dass es keine Krise gäbe und eher die bekämpfung der inflation mit noch höheren Zinsen befürwortet.

  • 04.10.2009, 13:10 UhrAnonymer Benutzer: RDA

    Herr Sarrazin ist einer der fähigsten Finanzpolitiker überhaupt.
    Allerdings ist es beschämend, wenn ein so fähiger Mensch sich derart abfällig über Migranten äußert.

    Ja, es gibt Probleme mit Migranten, wenn sie nicht integriert sind. Aber wer immer nur meckert, sollte auch dezent die Ursachen erforschen - es war nicht zufällig eine Politik der 60er-Jahre, die auf "Gastarbeiter" ausgerichtet war und ihnen klarmachen sollte, dass sie sich besser nicht integrieren, damit auch schnell wieder in ihre Heimat zurückkehren können?

    Sorry, wer Nicht-integration sät, wird auch Nicht-integration ernten.

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