Weltklimakonferenz: Deutsche Klimaschutzdebatte soll nicht auf die Kohle reduzieren werden

Weltklimakonferenz: Deutsche Klimaschutzdebatte soll nicht auf die Kohle reduzieren werden

, aktualisiert 06. November 2017, 10:30 Uhr
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„Wir halten Paris ein. Wir rütteln nicht daran.“

Quelle:Handelsblatt Online

Im Zuge der Weltklimakonferenz in Bonn hat Entwicklungsminister Müller dazu aufgerufen, im deutschen Klimaschutz nicht nur einen Schwerpunkt im Segment der Kohlekraft zu setzen um das Pariser Abkommen umsetzen zu können.

Bonn Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat dazu aufgerufen, die deutsche Klimaschutzdebatte nicht auf Kohlekraft zu reduzieren. „Jeder hat seinen Beitrag zu bringen“, sagte Müller am Montag zu Beginn der Weltklimakonferenz in Bonn. Dies stehe keineswegs in einem Widerspruch zu den Interessen der Wirtschaft. „Klimaschutz schafft Millionen von Arbeitsplätzen in der Welt und Hunderttausende in Deutschland“, sagte Müller. Mit Blick auf die derzeitigen Sondierungsgespräche in Berlin sagte der CSU-Politiker: „Wir halten Paris ein. Wir rütteln nicht daran.“

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks sagte zu ihren Erwartungen an die Konferenz, sie hoffe, dass sich die Länder darauf einigen könnten, wie genau der CO2-Ausstoss künftig gemessen, angegeben und verglichen werde. Man benötige hier einheitliche Standards, damit kein Land schummeln könne. „Wenn wir in Paris eine Art Grundgesetz des Klimaschutzes verabschiedet haben, dann geht es jetzt um die Richtlinien zur Umsetzung“, sagte Hendricks.

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Von den USA erwarte sie trotz des angekündigten Ausstiegs aus dem Klimaabkommen konstruktive Verhandlungen. Es würden im übrigen sehr viele amerikanische Klimaschützer zur Konferenz anreisen, darunter der kalifornische Gouverneur Jerry Brown, der ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg und Friedensnobelpreisträger Al Gore.

Noch vor ein paar Monaten hätten viele nach der Ausstiegs-Entscheidung von Präsident Donald Trump einen Domino-Effekt befürchtet. „Wir haben alles darangesetzt, dass das nicht geschieht, und bisher sind ja auch alle zusammengeblieben“, sagte Hendricks. Auch die Trump-Regierung könne die internationalen Klimaschutz-Anstrengungen nicht aufhalten.

Quelle:  Handelsblatt Online
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