Werner knallhart: Bundesländerreform - Wann kommt endlich Saarland-Pfalz?

kolumneWerner knallhart: Bundesländerreform - Wann kommt endlich Saarland-Pfalz?

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Ein Zusammenschluss einiger Bundesländer - zum Beispiel von Saarland und Rheinland-Pfalz zu Saarland-Pfalz - würde dem Bund Kosten sparen.

Kolumne von Marcus Werner

Die Wahlbeteiligung am Sonntag hat gezeigt: Selbst die Bremer interessieren sich nicht für ihren Mini-Stadtstaat. Legen wir unsere Länder einfach neu zusammen. Das spart Geld und macht Spaß!

Stellen Sie sich mal vor, ihr Partner kommt wutschnaubend aus der Firma nach Hause und zetert: "Ich glaub, ich kündige! Die Geschäftsführung hat beschlossen, dass Bürobedarf künftig zentral von Petra Pöhlmeyer nachbestellt wird. Weil das Versandkosten spart."

"Wieso, was ist daran schlimm?"

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"Na, bislang hat jede Abteilung selber geordert. Jetzt die Pöhlmeyer. Ist die Gott, oder was?"

"Aber, Schatz, das ist doch vernünf-"

"Samma, liebst du mich nicht mehr? Woher soll die blöde Kuh denn wissen, welche Textmarkerfarbe ich will?"

Würden Sie da nicht an Trennung denken?

Wir sind uns doch einig: Wenn es effizienter ist, einzelne Verwaltungseinheiten zusammenzulegen, dann sollte es nicht an Eitelkeiten einzelner scheitern. Persönliche Vorbehalte mögen ja menschlich nachvollziehbar sein, dienen aber nicht der Sache.

Aus diesem Grunde gibt es die UNO, die NATO, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Europäische Union, die Bundesrepublik Deutschland. Weil Zusammenarbeit jeden einzelnen stärker macht.

Warum gibt es dann aber so etwas wie das Saarland, die Freie Hansestadt Bremen und die Freie und Hansestadt Hamburg?

Landtagswahl in Bremen Der SPD laufen die Wähler weg

Rot-Grün musste um die Mehrheit in Bremen zitten. Der Grund: Mehr als jeder zweite Wähler ist bei der Landtagswahl zu Hause geblieben. Das trifft vor allem die SPD - die an dem Trend aber selbst Schuld ist.

Geringe Wahlbeteiligung in Bremen und die Schuld der SPD Quelle: dpa Picture-Alliance

Wir lästern über die Franzosen, die darauf bestehen, dass das Europaparlament weiter regelmäßig zur Abwechslung in Straßburg tagt, statt durchgängig in Brüssel. Denn dieser Schnickschnack kostet uns Steuerzahler jährlich Millionen.

Aber wir selbst gönnen uns Stadtstaaten und Miniländer. Und das mit dem schlechtesten aller Argumente: aus Tradition. Mit anderen Worten: weil es schon immer so war.

Da werden dann Bürgerschaftswahlen abgehalten in Bremen, einem Land mit niedlichen 660.000 Einwohnern. Und da wird ein Brimborium gemacht, als hätte NRW gewählt (17,6 Millionen Einwohner. Das "Komma Sechs" entspricht Bremen). Nur weil Bremen einen Bundeslandstatus genießt.

Saarland: 990.000 Einwohner. Weniger als der Stadtstaat Hamburg (1,7 Millionen)

Mecklenburg-Vorpommern: 1,6 Millionen Einwohner, halb so viel wie Berlin.

Lassen wir mal die Tradition und die alten Verträge beiseite. Dann kommt raus: Es gibt keinen vernünftigen Grund, Städten wie der Hansestadt Lübeck oder Karlsruhe den Bundeslandstatus zu verweigern, solange man den anderen Mini-Ländern den Status gönnt.

Saarländer und Bremer mögen jetzt rufen: "Doch! Unsere Identität!"

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