"Werwolf"-Zelle: Europaweite Razzia gegen Neonazis

"Werwolf"-Zelle: Europaweite Razzia gegen Neonazis

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Teilnehmer einer Neonazi-Demo laufen durch Hagen. Laut "Spiegel"-Informationen läuft derzeit eine Razzia gegen ein mutmaßliches rechtes Terrornetzwerk.

Seit dem Mittwochmorgen führen Fahnder Dursuchungen in ganz Europa durch. Es stehen sechs Neonazis unter Verdacht, ein neues rechtsextremes Terrornetzwerk namens "Werwolf" geplant zu haben.

Fahnder des Bundeskriminalamts, mehrerer deutscher Landeskriminalämter und Anti-Terror-Spezialisten aus den Niederlanden und der Schweiz führen laut einem Bericht des "Spiegel" seit dem frühen Mittwochmorgen eine Großrazzia gegen eine mutmaßlich international agierende Neonazi-Gruppierung durch.

Dem Bericht nach wurden elf Wohnungen, Geschäftsräume und Gefängniszellen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz wegen des Verdachts der "Bildung einer terroristischen Vereinigung" durchsucht. Zahlreiche Beweismittel, darunter vor allem Datenträger, wurden sichergestellt.

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Sechs Neonazis sollen gemeinsam mit noch unbekannten Komplizen ein sogenanntes "Werwolf"-Kommando geplant haben mit dem Ziel, das politische System Deutschlands mit Gewalt zu beseitigen. Unter anderem sollen Bombenanschläge erwogen worden sein. Als Vorbild soll hierbei die "Werwolf"-Taktik der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg gedient haben, die kurz vor Zusammenbruch des Regimes Guerilla-Einheiten in den Kampf schicken wollten.

Bei den Hauptbeschuldigten handelt es sich nach "Spiegel"-Informationen um die Schweizer Rechtsextremisten Robert S. (54) und Sebastien N. (25). Letzterer ist bereits einschlägig bekannt; der Mann hat Nazi-Symbole als Tattoos und hatte im Mai 2012 in Zürich einen jungen Mann niedergeschossen. Neben seiner Gefängniszelle wurde bei der heutigen Razzia auch die seines Gesinnungsgenossen Roberto K. sowie die Wohnung von Robert S. durchsucht.

In Deutschland wurden die Fahnder in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern aktiv. Hier wurden Durchsuchungen bei Denny R. (29) und Heiko W. (32) durchgeführt. In den Niederlanden wurde die Wohnung des 29 Jahre alten Joern B. in Rotterdam durchsucht.

Die Männer wurden vor allem durch Zeugenaussagen belastet. Trotzdem gestalteten sich die Ermittlungen schwierig, weil die Beschuldigten ihre elektronische Kommunikation mit Hilfe eines selbstprogrammierten Codierungsprogramms verschlüsselten. Zu konkreten Anschlagsplänen oder -zielen konnten die Fahnder dem Bericht nach bislang keine Informationen gewinnen.

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