Windows XP: Tausende Windows-Rechner im Bundestag bald ungeschützt

Windows XP: Tausende Windows-Rechner im Bundestag bald ungeschützt

Gut 5000 Computer der Bundestagsverwaltung und von Abgeordneten sind ab April nur unzureichend gegen Hackerangriffe geschützt. Grund sind fehlende Sicherheits-Updates.

Die Computer der Abgeordneten und Bundestagsverwaltung laufen mit dem 13 Jahre alten Betriebssystem Windows XP. Dafür wird Microsoft aber ab dem 8. April keine Sicherheits-Updates mehr anbietet. Betroffen sind knapp 5400 Rechner, wie die Bundestagsverwaltung der Zeitung „Die Welt“ bestätigte. Weitere Auskünfte gab sie nicht. Laut dem Bericht ist es unwahrscheinlich, dass in den kommenden Wochen alle Rechner mit aktuelleren Betriebssystemen ausgerüstet werden können, zumal dies in der Regel auch Neubeschaffung leistungsfähigerer Hardware erfordere. Das für die Sicherheit der Behördennetze zuständige Bundesamt für die Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hatte in diesem Zusammenhang bereits die deutschen Banken gewarnt, deren Geldautomaten zu über 90 Prozent noch mit Varianten von Windows XP ausgestattet sind.

Noch immer Millionen unverdrossene Fans Windows XP stirbt im April endgültig

Fast 13 Jahre nach der Markteinführung beendet Microsoft den Support für seinen Betriebssystem-Oldie Windows XP - und wirbt vehement für den Umstieg auf aktuelle Versionen. Trotz der gravierenden Sicherheitsprobleme.

Quelle: dpa

Allein schon wegen des Alters ist Windows XP nicht mehr alltagstauglich und ohnehin ein Sicherheitsrisiko. „Microsoft hat vor 16 Jahren mit der Entwicklung begonnen, zu der Zeit waren die Sicherheitsanforderungen komplett andere“, sagt Christian Illek, Geschäftsführer von Microsoft Deutschland. Dennoch gehörte es bis zuletzt zu einem der populärsten Betriebssysteme überhaupt. Über die Risiken sollten sich Anwender jedoch klar sein und etwas tun, sagt Matthias Gärtner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Das Ende des Supports komme ja nicht überraschend. „Das ist wie Weihnachten.“ Es gebe die Befürchtung, dass bereits gefundene Schwachstellen in der Software von Kriminellen derzeit noch bewusst zurückgehalten und erst nach Ende des Supports aktiv ausgenutzt würden, betont das BSI auf einer eigens eingerichteten Ratgeberseite.

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Befürchtungen um drohende Sicherheitsrisiken an ganz anderer Stelle wurden zuletzt auch wieder laut, da fast alle Geldautomaten in Deutschland mit Windows 2000 und XP laufen. Diese Geräte sind jedoch in der Regel nicht ans Internet angeschlossen. Dass Hacker etwa über die USB-Schnittstelle trotzdem einen Angriff starten könnten, halten Experten laut einem Bericht des Fachmagazins „heise online“ aber für ausgeschlossen. Um in Deutschland einen Automaten zu knacken, „müssten sich schon Techniker und Sicherheitspersonal mit krimineller Energie vereinigen“, schrieb das Magazin. „Ohne Insiderwissen geht es nicht.“

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