Viel hatten die Gremien noch nicht zu entscheiden. Bislang gab es zwei Fälle: Der Heidelberger Druckmaschinen bewilligten die Beamten die gewünschten Mittel, Aksys verweigerten sie die Hilfe. Der Automobilzulieferer hätte wegen seiner geringen Größe eigentlich gar keine Entscheidung des Ausschusses erfordert, aber die Entscheider wollten „mal zeigen, wo die Grenzen sind“, so ein Teilnehmer.
Das ist auch dringend geboten, denn der unlautere Wettbewerb hat längst begonnen. Ganz vorn braust Porsche voran. Die Sportwagenschmiede, die sich mit der Übernahme von VW verhoben hat, will nun 1,75 Milliarden Kredit von der Staatsbank KfW. Schon vor etlichen Wochen wollte Porsche gern eine Staatsbürgschaft, um sich das Geld billiger leihen zu können, die KfW hätte das Geschäft sogar gern gemacht. „Wegen Aussichtslosigkeit nicht mal behandelt“, lautete dagegen das interne Urteil der Staatssekretärsrunde um Otremba. Doch offenbar ermuntert vom Sündenfall Opel wagt Porsche einen zweiten Anlauf.
Die Front scheint zu stehen
Darauf beruft sich nun auch Arcandor. Noch scheint die Front zu stehen. Weder Kanzleramt noch Finanzressort hätten bislang Druck aufs Ministerium ausgeübt, frohlocken zu Guttenbergs Berater. Haushälter Peer Steinbrück sei ja schon bei Opel kein Überzeugungstäter gewesen. Und die Bundeskanzlerin müsse ein Interesse haben, auch mal einen großen Fall zu stoppen, um nicht als willfährige Vollstreckerin der Unternehmenswünsche zu erscheinen.
Allerdings beschleicht die Wirtschaftsministerialen auch die Sorge, die SPD könne eine durch unterlassene Hilfeleistung provozierte Karstadt-Pleite als Wahlkampfmunition bereitlegen. Motto: Wir haben Opel gerettet, und wenn man die Konservativen machen lässt, endet es in Massenentlassungen.
Im Wirtschaftsministerium sehnt man deshalb den Wahltag im September herbei. „Die Zeit läuft. Bald kann man dann wieder nach volkswirtschaftlichen Kriterien entscheiden.“














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Alle Kommentare lesen10.06.2009, 00:24 UhrAnonymer Benutzer: Ökologisches Superprogramm
Die Abwarackprämie ist der ökologische Supergau. Während der gesamten betriebszeit eines Autos, werden nicht soviele Schadstoffe produziert, wie beim bau. Darüber hinaus spart ein nicht gebautes Auto endliche Ressourcen (Stahl, Kunststoff, etc). Zudem braucht ein nicht gerbautes Auto keine Maschinen, Fabriken, etc. Jeder Arbeistplatz, der an produkten klebt, die niemand braucht, ist viel teurer, als wenn der "Arbeiter" aus seinem ganzem restlichem Leben eine einzige Party macht- und auch das beste Ökologieprogramm.
09.06.2009, 15:11 UhrAnonymer Benutzer: Schönredner
Welche Experten meinen Sie?????
Politiker manipulieren den kleinen bürgen und lügen was das Zeug hält. Genügend Vitamin b und man bekommt einen Posten den der gerade frei wird. Experten haben wir schon lange keine mehr in der Politik. Hätten wir Experten in den richtigen Positionen in der Wirtschaft und Politik, dann sehe unsere Wirtschaft heute nicht so beschissen aus. Aber was wollen unwissende machtgierige möchtegern Experten schon erreichen
09.06.2009, 11:36 UhrAnonymer Benutzer: Stück vom Kuchen
ich bin zwar kein Unternehmer, aber ich hätte auch gerne eine kleine Finanzspritze! 2000 Euro würde auch schon reichen, dann wäre alles wieder ok. Das ist doch nicht zuviel verlangt oder?