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Wirtschaftsweiser : Bofinger: Spitzensteuersatz auf 50 Prozent erhöhen

von Cornelia Schmergal

Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger hat vorgeschlagen, den Spitzensteuersatz auf 50 Prozent anzuheben.

„Wir müssen dafür sorgen, dass der Staat genug Ressourcen hat, um die Zukunftsfähigkeit des Landes zu sichern“, sagte Bofinger dem Magazin WirtschaftsWoche. „Mit einem Magerstaat können wir Zukunftsfelder wie Bildung oder Infrastruktur nicht finanzieren.“

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Die Grundsteuerlast in Deutschland sei im internationalen Vergleich eher niedrig, sagte der Ökonom, der Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist. Bei der Einkommensteuer müsse daher diskutiert werden, „ob wir den Spitzensteuersatz wieder auf 50 Prozent erhöhen – allerdings sollte er erst ab einem höheren Einkommen als bisher greifen“, sagte Bofinger. Außerdem solle auch über die Wiedereinführung der Vermögensteuer nachgedacht werden.

Der Spitzensteuersatz liegt derzeit bei 42 Prozent und wird ab einem Einkommen von etwa 52.000 Euro fällig. Auch die SPD denkt derzeit darüber nach, für einen höheren Spitzensteuersatz und höhere Einkommensgrenzen zu plädieren, um die Finanzierbarkeit staatlicher Leistungen zu erhalten. Bofinger ist Mitglied des wirtschaftspolitischen Rates der Partei, der Ende August Vorschläge für ein neues Wirtschaftskonzept der SPD vorlegen will.

39 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.08.2010, 14:12 UhrAnonymer Benutzer: Jochen

    Warum nicht ein neuer Spitzensatz von 90 %, Herr bofinger ?
    Oder noch besser eine Enteignung aller Produktionsmittel ? Und den privaten Goldbesitz unter Todesstrafe stellen wie im Dritten Reich ? Ein Land, das solche geistigen Tiefflieger als Wirtschaftsweise beschäftigt, darf sich über nichts mehr wundern.

  • 06.08.2010, 10:27 UhrAnonymer Benutzer: Gottfried

    Wenn man, wie jetzt mit der Steuer-CD aus Lichtenstein herausgekommen ist, sieht, dass Tausende Reiche den Staat, also uns alle bescheißen, halte ich es auch für richtig, dieses Verbrecher (Steuersünder verharmlost diese Sauerei) stärker zur Kasse zu bitten. Der beitrag von Tiqre Qris ist da ganz richtig. Progression abflachen und ab einem hohen Einkommen wie z.b. die vorgeschlagenen 400000,- € dann richtig zulangen. Man muss einfach auch einmal erkennen, dass diese hohen Einkommen nur dadurch erzielbar sind, weil der Staat eine teuere infrastruktur mit Straßen, Schulen, Polizei etc. zur Verfügung stellt und gewährleistet, dass wir eine funktionierende Volkswirtschaft haben.

  • 03.08.2010, 00:25 UhrAnonymer Benutzer: Mariposa

    Machen wir es doch ganz einfach: Das Einkommen aller beschäftigten und Unternehmer wird sofort vollumfänglich an das jeweils zuständige Finanzamt überwiesen. Der steuerplichtige Depp (Entschuldigung; bürger natürlich) bekommt dann nach einem komplizierten, sozialverträglich gerechten, ökologisch sinnvolen, unter allen gesellschaftlich relevanten Gruppen abgestimmten, Algorithmus einen betrag zugewiesen, von dem er seine monatlichen Ausgaben bestreiten darf. (Vorsicht: ironie)

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