Wohltätigkeit: Vorsicht beim Spenden

Wohltätigkeit: Vorsicht beim Spenden

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Spendedose: Sie prägen das Bild karitativer Organisationen in der Öffentlichkeit

Kurz vor Weihnachten wollen viele Deutsche mit einer Spende etwas Gutes tun. Bis zu fünf Milliarden Euro kommen jährlich zusammen. Doch kommt das Geld wirklich bei den Bedürftigen an? wiwo.de zeigt, worauf beim Spenden zu achten ist.

"Sind Sie Tierschützer?", "Wir machen eine Umfrage zum Missbrauch von Kindern", "Helfen Sie Krebskranken“ – Insbesondere in der Adventszeit sind Spendensammler auf den Einkaufsstraße unterwegs.

Mehr als 640.000 Vereine, 50.000 Selbsthilfegruppen und 15.000 Stiftungen gibt es in Deutschland: Sie alle appellieren an die Nächstenliebe. Dabei werben die Sammler mit seriös klingenden Vereinsnamen, wie etwa "Stiftung Krebshilfe“ oder "VFK Krebsforschung“.

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Jeder zweite Deutsche ist bereit zu spenden, 2,45 Milliarden Euro kommen im humanitär-karitativen Bereich zusammen. Insgesamt kommt alljährlich ein Betrag von drei und fünf Milliarden Euro an Spenden zusammen. Der macht die Wohltätigkeit zu einem Wirtschaftszweig - und zieht auch viele schwarze Schafe an.

Gütesiegel fürs anvertraute Geld

Doch woran sind seriöse Einrichtungen zu erkennen? Als "Spenden-TÜV" gilt das Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Es ist das einzige bestehende Gütesiegel für Spenden, überprüft nach sachlicher Werbung, Bilanzen und angemessenen Honoraren. Es werden allerdings nur überregional tätige Organisationen.

„Bei lokalen Organisationen kann sich der Spender gut selbst informieren und einschätzen, ob diese seriös ist“, so DZI-Geschäftsführer Burkhard Wilke. Zu der besagten "Stiftung Krebshilfe“ oder der "VFK Krebsforschung“ hat das DZI jedenfalls eine eindeutige Meinung: „Von der Förderung dieser Organisationen rät das DZI ausdrücklich ab.“

176 Organisationen erfüllen die strengen Kriterien: Sie dürfen nicht mehr als 35 Prozent der Einnahmen für Werbe,- Organisations- und Honorarkosten ausgegeben. Und auch eine zu gefühlsbetonte und in hohem Maße bedrängende Sprache von Werbebroschüren lässt der "Spenden-TÜV"nicht durchgehen. Von den 350 im Register des DZI erfassten Organisationen fallen nur zehn Prozent durch.

Unseriöse Werber bieten häufig "Fördermitgliedschaften an

"An der Haustür oder am Straßenrand werden Fördermitgliedschaften beworben, die dann häufig gleich für zwei Jahre gültig sind und kein Rücktrittsrecht bieten“, sagt Wilke."Solche Organisationen haben ja keinen Ruf zu verlieren.“

Hier hilft dann nur der Weg zum Rechtsanwalt oder zur Verbraucherzentrale, um eventuell aus dem Vertrag wieder hinauszukommen.

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