Wolfgang Schäuble: Wirtschaft warnt vor E-Bilanzierung

Wolfgang Schäuble: Wirtschaft warnt vor E-Bilanzierung

von Christian Ramthun

Die Unternehmen befürchten ein bürokratisches Desaster, wenn sie vom 1. Januar 2011 an ihre Bilanzen sowie ihre Gewinn- und Verlustrechnungen elektronisch an den Fiskus übermitteln müssen.

Den Firmen drohten Kosten in Milliardenhöhe, warnt Steuerexperte Jens Gewinnus vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). In einem Brief an das Bundesfinanzministerium fordern die Spitzenverbände der Wirtschaft nun erhebliche Korrekturen an der E-Bilanz, insbesondere Vereinfachungen und eine spätere Einführung.

Während Mittelständler bei den bisherigen Bilanzen auf Papier oft nur zwei Seiten ausfüllen mussten, sind es künftig mehr als 200 Pflichtfelder. Bei großen Unternehmen sind es 500 Felder, die im Einzelfall mit Kosten von „mehreren Millionen Euro verbunden sind“, so Gewinnus. Dies sei „nicht mit dem Ziel des Bürokratieabbaus vereinbar“, schreiben die Spitzenverbände an die Experten von Finanzminister Wolfgang Schäuble.

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Indes trifft ihn nur geringe Schuld. In der E-Bilanz-Arbeitsgruppe hätten vor allem die Vertreter von Bayern und Nordrhein-Westfalen auf die Datenschwemme gedrungen, kritisiert DIHK-Steuerfachmann Gewinnus. Den Finanzbehörden gehe es offenbar darum, möglichst viele Informationen für spätere Betriebsprüfungen zu sammeln.

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