Sein derzeitiges Amt als niedersächsischer Ministerpräsident bringt es mit sich, dass er im Aufsichtsrat der Volkswagen AG sitzt. In dieser Funktion bewies er taktisches Geschick und stählerne Nerven. Als der Autobauer Porsche den Großkonzern VW schlucken wollte, spielte Wulff zunächst den Gelassenen.
Hinter den Kulissen jedoch blockierte das Land Niedersachsen die ehrgeizige Übernahme – auch mit Hilfe der staatlichen Sperrminorität bei VW. Für den hochverschuldeten Luxushersteller Porsche wurde bald die Luft zu dünn. Der Firmenjäger wurde zum Gejagten und schließlich seinerseits geschluckt. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking ging.
Verständnis für Gesamtwirtschaft gefragt
Für Wulff indessen schien der späte Sieg von VW über Porsche eine persönliche Genugtuung.
Will der clevere Ministerpräsident ein guter Bundespräsident werden, muss er erst zeigen, dass er nicht nur Unternehmenstaktik beherrscht, sondern auch ein Verständnis für die Gesamtwirtschaft besitzt. Individueller Ehrgeiz und persönliche Fehden, wie in der VW-Porsche-Saga eindrucksvoll vorgeführt, beherrschen den tagtäglichen Konkurrenzkampf. Sie lassen sich nicht verbieten und verhelfen bisweilen einer schöpferischen Zerstörung zum Durchbruch.
Doch oft treiben es die großen Player zu wild und schaden damit der Allgemeinheit. Ein Staatsoberhaupt muss diese Fälle erkennen – und mutig eingreifen, wenn der Egoismus über die Stränge schlägt.














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Alle Kommentare lesen02.07.2010, 19:54 UhrAnonymer Benutzer: Lydia
@ Roland Wenn Groenewold ja nur ein Filmproduzent waere, er ist aber ein [...] und Wulff wurde von div. Seiten schon gewarnt.
11.06.2010, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: AN "W.H." :
Das hast Du ganz falsch verstanden:
Es ist nicht so, daß er "Kanzler nicht kann" - er verleugnet sich
weil er Angst vor der bundesmutti hat !
Die schmeisst ihn dann raus !!
MfG
PS WiWo :
Wurde der Kommentar bearbeitet oder zensiert ?
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09.06.2010, 17:07 UhrAnonymer Benutzer: wiwo.de
<p>Der Kommentar wurde seitens der Redaktion bearbeitet.</p>