Wulff und Köhler: Der Bundespräsident muss Wirtschaft können

Wulff und Köhler: Der Bundespräsident muss Wirtschaft können

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Bundespräsidentschafts-Kandidat Christian Wulff, Ministerpräsident von Niedersachsen.

von Mark Fehr

Christian Wulff trägt ein robusteres Nervenkostüm als der zurückgetretene Horst Köhler. Doch reicht der smarte Niedersachse dem Vorgänger auch in Sachen Wirtschaftskompetenz das Wasser?

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) könnte neuer Bundespräsident werden. Als Kandidat der schwarz-gelben Regierungskoalition unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat er gute Chancen, Ende Juni von der Bundesversammlung zum deutschen Staatsoberhaupt gewählt zu werden.

Viele trauen dem Neuen größeres politisches Geschick und mehr Durchhaltevermögen zu als seinem parteilosen Vorgänger Horst Köhler. Doch was den ökonomischen Sachverstand betrifft, tritt Wulff in große Fußstapfen.

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Denn als erfahrener Ökonom war Horst Köhler eigentlich eine Idealbesetzung für das höchste Amt im Staat. Ausgebildet an der Universität Tübingen arbeitete der Volkswirt zunächst für das Bundesfinanz- und das Bundeswirtschaftsministerium. Später wurde er Präsident des Sparkassenverbands. Seine Berufung zum Direktor des internationalen Währungsfonds (IWF) war die vorläufige Krönung seiner Karriere.

Kompetenz und Nervenstärke

Hier zeigte Köhler auf internationaler Bühne, dass er seinen Job verstand und sich durchsetzen konnte. Angesichts der Wirtschaftskrise in Argentinien hatte er den Mut, sinnlose IWF-Kredite zu kappen und den hochverschuldeten südamerikanischen Staat in eine geordnete Insolvenz zu führen.

Mitten in der europäischen Schuldenkrise wären solche Erfahrungen unvergleichlich wertvoll gewesen. Doch leider muss Deutschland auf Köhlers Fachverstand verzichten. Der Wirtschafts- und Finanzexperte trat vom Bundespräsidentenamt zurück – auch weil ihm die für Politiker übliche Abgebrühtheit fehlte.

Diese bringt der von der Bundesregierung auserkorene Kandidat Christian Wulff ohne Zweifel mit. Wie aber steht es um die wirtschaftliche Kompetenz des smarten Niedersachsen?

Der Jurist Wulff denkt von Haus sicher eher in Paragraphen und Gesetzen statt in den Kategorien von Angebot und Nachfrage. In der Welt der Unternehmen und Märkte ist er trotzdem kein Fremder.

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