Zeitarbeit: Manpower-Chef: Mindestlohn schützt uns vor Konkurrenz

Zeitarbeit: Manpower-Chef: Mindestlohn schützt uns vor Konkurrenz

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Thomas Reitz, Deutschland-Chef von Manpower

Der Deutschland-Chef der amerikanischen Zeitarbeitsfirma Manpower, Thomas Reitz, beharrt im Gegensatz zu CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla auf einem Mindestlohn für die Zeitarbeitsbranche.

Zum einen gehe es darum, die hiesigen Anbieter  gegen die Öffnung des Arbeitsmarktes im kommenden Jahr gegenüber Osteuropa abzusichern, sagte  er im Interview mit der WirtschaftsWoche. Zum anderen fordere er einen Mindestlohn, „auch wenn dadurch andere Zeitarbeitsfirmen ausscheiden", sagte Reitz. „Wer Lohndumping praktiziert, der schadet dadurch der Zeitarbeit in Deutschland insgesamt." Ein  Wettbewerb mit immer niedrigeren Löhnen ginge zulasten aller Zeitarbeitnehmer in Deutschland, was  verhindert werden müsse. Denn bei der Einführung eines Mindestlohnes gehe es auch darum, die generelle Zukunft der Zeitarbeit in Deutschland zu sichern. „Die Gewerkschaften mobilisieren und sammeln wieder Punkte gegen uns. Ein Mindestlohn von rund 7,40 Euro pro Stunde, wie er bereits in unserem Tarifvertrag steht, würde die Kritiker besänftigen.“

In dem Interview unterstützte Reitz ausdrücklich die Forderungen der Gewerkschaften nach einem Mindestlohn in der Zeitarbeitsbranche. „Ich gebe den Gewerkschaften im DGB, mit denen wir zu tun haben, nicht häufig recht. Aber ich unterschreibe deren Argument, dass eine Vollzeitkraft hierzulande so viel verdienen soll, dass sie damit ohne staatliche Zuschüsse auskommt. Wir reden hier von einem Mindestlohn, der in Westdeutschland knapp 1.000 Euro netto im Monat entspricht. Diesen Mindeststandard sollten wir nicht unterlaufen.“

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