Zeitarbeit: Wirtschaft übt scharfe Kritik an Plänen von Nahles

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Ingo Kramer

von Max Haerder und Harald Schumacher

Die geplante Regulierung von Zeitarbeit und Werkverträgen stößt auf harsche Kritik in der Wirtschaft.

„Die Zeitarbeit hat zwei nicht zu ersetzende Funktionen auf dem Arbeitsmarkt. Zum einen ist sie Beschäftigungsmotor. Zum anderen gibt sie Unternehmen die notwendige Flexibilität“, sagte Arbeitgeber-Präsident Ingo Kramer der WirtschaftsWoche. „Im Rahmen von Werk- und Dienstverträgen eingesetzte Arbeitnehmer sind keine Arbeitnehmer zweiter Klasse.“ Gesetzliche Regelungen seien deshalb „überflüssig“.

Zeitarbeitnehmer sollen nach den Plänen von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) künftig maximal 18 Monate entliehen werden dürfen und nach neun Monaten das gleiche Gehalt wie Stamm-Mitarbeiter erhalten. Gegen beides regt sich Widerstand in der Branche: „Wir müssten für die Lohnkalkulation jede noch so kleine soziale Wohltat des Kundenunternehmens recherchieren, bewerten und in den Lohn aufnehmen. Der Verwaltungswahnsinn von Mindestlohn und Minijobs wäre dagegen nur eine Petitesse“, sagte Dieter Traub, Geschäftsführer von Orizon, einem der größten deutschen Zeitarbeitsunternehmen, der WirtschaftsWoche.

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Unterstützung für Nahles‘ Pläne kommt vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). „Es haben sich Praktiken verfestigt, die wir nicht akzeptieren können“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der WirtschaftsWoche. „Es gibt Unternehmen, in denen die Zahl der Leiharbeiter seit Jahren die der Festangestellten übersteigt. Mit Auftragsspitzen hat das nichts mehr zu tun.“

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