Zusätzliche Einnahmen: Niedrige Zinsen bringen Deutschland 41 Milliarden Euro Plus

ThemaKonjunktur

Zusätzliche Einnahmen: Niedrige Zinsen bringen Deutschland 41 Milliarden Euro Plus

Die anhaltenden Niedrigzinsen und die hohe Nachfrage nach Bundesanleihen bescheren dem Bund innerhalb von fünf Jahren zusätzliche Einnahmen von 40,9 Milliarden Euro.

Deutschland profitiert indirekt von der Eurokrise, die das Vertrauen in die Staatspapiere von Krisenländern sinken ließ und stattdessen Investoren für deutsche Bundesanleihen anlockte. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage des SPD-Parlamentariers Joachim Poß hervor, die dem Magazin „Der Spiegel“ vorliegt.

Die Summe ergibt sich aus der Differenz zu den ursprünglichen Planzahlen für die Zinszahlungen für Staatspapiere und bezieht sich auf den Zeitraum 2010 bis 2014. Im Durchschnitt sank das Zinsniveau für alle Neuemissionen des Bundes um fast einen Prozentpunkt. Die Zinsen und Tilgung für Staatsschulden sind im Bundeshaushalt nach den Bereichen Arbeit/Soziales und Verteidigung der drittgrößte Posten.

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So kommen Lebensversicherungs-Anleger durch das Zinstal

  • Was passiert wenn die Zinsen niedrig bleiben?

    Lebensversicherer legen langfristig an: Niedrigzinsen machen sich so erst nach Jahren bemerkbar, wenn gut verzinste Bonds auslaufen und der Versicherer mehr schlecht verzinste gekauft hat

    Je länger Zinsen unten bleiben, desto stärker sinkt die Überschussbeteiligung, die über den Garantiezins hinausgeht

    Versicherer legen Geld nun länger an, das bringt höhere Zinsen. Doch so bleiben die Niedrigzinsen noch länger im Portfolio und schmälern die Rendite über Jahre

    Fallen die Zinsen, können sich mehr Interessenten

  • Was tun wenn die Zinsen niedrig bleiben?

    Prüfen Sie, welchen Garantiezins Ihnen Ihr Versicherer vertraglich zugesagt hat, den muss er auf die Beiträge abzüglich Kosten mindestens zahlen – das Risiko niedrigerer Zinsen trägt dann der Versicherer. Alte Verträge mit bis zu vier Prozent Garantiezins sollte man daher in der Regel nicht kündigen

    Wer seinen Vertrag vor 2005 abgeschlossen hat, hat höhere Steuervorteile als die Inhaber später unterschriebener Verträge; wer über eine Kündigung nachdenkt, sollte dies beachten

  • Was passiert wenn die Zinsen steigen?

    Kunden bleiben Niedrigzinsen lange erhalten: Da Versicherer langfristig anlegen, können sie schlecht verzinste Anleihen nach einer Zinswende nur sehr langsam gegen besser verzinste austauschen

    Steigen die Zinsen, fallen die Anleihekurse, Kursverluste verschlechtern Ergebnisse der Lebenspolicen zumindest zeitweise

    Erst nach einer sehr nachhaltigen Zinswende profitieren Versicherte wieder von dann deutlich höheren Zinskupons

  • Was tun wenn die Zinsen steigen?

    Wer kündigt, riskiert hohe Verluste alleine schon deswegen, weil Versicherer nach einer Kündigung einen hohen Abschlag auf die eingezahlten Beiträge berechnen. Kosten für den Vertrieb werden in den ersten fünf Jahren abgezogen. Dieses Geld sehen Kunden nach einer Kündigung nicht wieder. Es kann sich daher lohnen, die Versicherung als langfristige Vorsorge zu sehen, die über die lange Laufzeit hohe und niedrige Zinsen ausgleicht

  • Fazit

    Je höher Garantiezins und Steuervorteile, desto sinnvoller ist es, am Altvertrag festzuhalten. Neu abschließen sollte nur, wer Kapital nominal erhalten und sich nicht mit Geldanlage beschäftigen will. Reale Verluste (nach Inflation) muss er dann hinnehmen

Die Zinsersparnisse und unerwartet hohe Steuereinnahmen wegen der guten Konjunkturentwicklung in Deutschland drückten auch die Neuverschuldung: Von 2010 bis 2012 nahm Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dem Bericht zufolge rund 73 Milliarden Euro weniger an neuen Krediten auf als vorgesehen.

Den Ersparnissen stehen nach Angaben des Finanzministeriums Kosten durch die Eurokrise von bisher 599 Millionen Euro gegenüber. Hier drohen allerdings mögliche neue Belastungen: So könnte ein zweiter Schuldenschnitt für Griechenland, den die Bundesregierung jedoch ablehnt, nach Einschätzung von Ökonomen Einbußen im zweistelligen Milliardenbereich für Deutschland nach sich ziehen.

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