Wenn Sie auch private Pflege-Zusatzversicherungen im Paket mit Wahltarifen verkaufen dürften, wären sie doch dafür.
Genau diese Angebote bekämpfen die privaten Krankenversicherungen massiv. Sie führen allein acht Prozesse gegen uns wegen Wahltarifen. Sie fürchtet um eine Einschränkung ihres Geschäfts bei den Zusatztarifen – auch für gesetzlich Versicherte.
Von einem fairen Wettbewerb kann aber keine Rede sein, denn als Kasse zahlen sie keine Steuern und müssen keine Altersrückstellungen wie die privaten Krankenver- sicherungen bilden.
Das ist richtig, aber alle Zusatzpolicen, die wir anbieten, müssen sich selbst tragen. Wir dürfen diese neuen Angebote nicht durch die gesetzlichen Krankenver- sicherungsbeiträge subventionieren.
Was passiert mit den derzeit 130 000 Kunden der AOK Rheinland/Hamburg, wenn die Gerichte die Zusatzpolicen verbieten?
Diese Versicherten mit einem Wahltarif müssen sich keine Sorgen machen, denn sie genießen Bestandsschutz. Wir haben zwei private Krankenversicherungspartner, die die Versicherten weiter betreuen würden. Ich glaube, dass wird aber nicht notwendig sein, denn bisher haben die Gerichte alle einstweiligen Verfügungen der privaten Krankenver- sicherungen gegen uns abgelehnt.
Es gibt aber noch kein rechtskräftiges Urteil, ob die Kassen Zusatzpolicen überhaupt anbieten dürfen oder nicht.
Ich rechne nicht mit einer schnellen Entscheidung. Letztlich hängt es aber an den politischen Vorgaben. Die Politiker wollten mehr Wettbewerb im Gesundheitssystem, auch bei den Wahltarifen. Jetzt können sie beweisen, dass sie dies auch ernst meinen.














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Alle Kommentare lesen30.01.2010, 15:33 UhrAnonymer Benutzer: hans
Es ist nicht nur die Pharmalobby es sind noch viele andere
So lange kein Gesetz gegen die Politiker gemacht wird,die sich
an dieser Sache bereichern direkt oder indirekt kann es auch nicht
besser werden.Diese Leute müssen erst mal das Grundgesetz lernen
so wahr mir Gott helfe. Aber erst helf ich mir selbst
28.01.2010, 20:23 UhrAnonymer Benutzer: Kai B.
Um einen "gesunden" Wettbewerb im Gesundheitswesen zu erzeugen, bräuchten wir eigentlich dringend eine Selbstbeteiligung.
Problem: Einmal eingeführt, wäre die Gefahr groß, daß die Politik an dieser Stellschraube, je nach politischer Ausrichtung und (Spenden?)Lage, dreht!
28.01.2010, 15:41 UhrAnonymer Benutzer: martin gerth
@josepp
Extremsportarten sind nicht das finanzielle Problem der Krankenversicherung. Deutlich mehr kosten Rauchen, falsche Ernährung, bewegungsmangel oder starkes Übergewicht. Da stellt sich nur die Frage: Wollen Sie Millionen von Versicherten täglich überwachen? Fordern und durchführen sind eben zwei paar Schuhe!