Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen
8 KommentareAuch die Krankenkassen müssen sich mal an die eigene Nase fassen, wenn es um gestiegene Kosten geht. Der Mißbrauch von Krankenkassenkarten (z.b. Verleih an Freunde und bekannte) und die kreative Abrechnung vieler Ärzte wird nur unzureichend geprüft. Warum auch? Wenn das Geld knapp wird, holt man es sich vom Versicherten oder neuerdings (ersatzweise) vom Steuerzahler. Damit muß Schluss sein. Die Kassen müssen begreifen, daß die Ausgabenseite auch begrenzt werden muss. ich werde meine Hand dafür ins Feuer legen, daß die GKV bei der Eintreibung der 8-Euro-Zustzbeitrag bei ihren Versicherten auf erheblichen Widerstand stossen werden. Und das wird wieder zu einer weiteren Verschärfung (bei den Verwaltungskosten) führen ... eine Geschichte ohne Ende!
"Dass die beiträge weiter steigen, liegt vor allem an den ständig wachsenden Ausgaben. Dies hängt auch damit zusammen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung steigt und der Anteil der älteren Menschen in der bevölkerung größer wird." Auch diese behauptung ist nur teilweise richtig. Man sollte lieber erklären, warum es opportun war, den Ärzten und Krankenhäusern im Angesicht der bevorstehenden Krise jeweils für 2009 drei Milliarden € zuzusagen. Worauf die Ärzte die Dreistigkeit besaßen auch noch zu streiken, weil sie zu wenig verdienten. Von Zusatzberechnungen für gesetzliche Leistungen ganz zu schweigen. Hinzu kommt, dass vor Jahren schon, als Seehofer noch Gesundheitsminister war und an der " Positiv-Liste" gearbeitet hat die Ärzteschaft ganz genau wußte, dass es diese Liste nie geben wird. Außerdem ist beweisbar, das Medikamente hierzulande 400 % teurer sind, als in anderen Euroländern. Und dabei dreht es sich nicht unbedingt um höchst komplexe Medikamente! Nicht zu vergessen, dass die Gesundheitskarte bisher 4 Milliarden € gekostet hat. Und die bundes Apothekenkammer verdiente daran prächtig. Und da gibt es noch die Krankenkassen Mitarbeiter die gleich im Gesundheitsministerium arbeiten und die Gesetze gleich mit schreiben! ich habe für all diese Machenschaften einen anderen begriff: Korruption!!!
...eben, es gibt genügend Sparpotential im Gesundheitssystem...(Arzneimittelkosten). Da unsere zuständigen Minister (auch in anderen Ressorts) immer wieder Weicheier sind, ändert sich nur soviel, dass die Krankenkassenbeiträge steigen oder sonstige Nebenkosten eingführt werden. Und wenn sich ein Herr Sawicki als Pharmaprüfer um solche Missstände kümmert, muss er halt seinen Platz räumen. DAS iST DEUTSCHE WEiCHEiMENTALiTÄT...
"Die Politiker gehen vor der Pharmalobby in die Knie" ist eine irreführende Überschrift. Sie suggeriert, dass Politiker GEGEN die Lobby kämpfen. ich könnte mir eher vorstellen, dass sie eher UM die Lobby kämpfen, schließlich wollen sie mehr als ihre "mickrige" beamtenpansion bekommen. Die sogenannte Lobbyarbeit (früher nannte man das "Korruption") sollte unter Freiheitsstrafe nicht unter 5 Jahren gestellt werden, dann hätten wir vielleicht ein funktionierendes Gesundheitssystem.
Es ist allgemein akzeptierte Übung, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung einen im voraus bekannten Leistungskatalog abdeckt. Wer spezielle Risiken, wie etwa insassenschutz, absichern will, muss dafür extra zusätzlich bezahlen. Eine sehr einleuchtende und vernünftige Regelung, oder? Nur in der Krankenversicherung müssen alle Versicherten einer Krankenkasse für alle denkbaren sinnlos eingegangenen Risiken eines Mitglieds blechen. Seien es nun Drogenkonsum, Alkoholkrankheiten, gemeingefährliche Hobbies wie Drachenfliegen, Springen von brücken oder Türmen an einem Gummiseil oder andere Superakrobatische "Leistungsbeweise". Für meine begriffe sollte für alle diese Risiken eine gesonderte Gefahren-Zusatzversicherung abzuschließen sein. Wieso muss die Gesellschaft mit ihren beiträgen für alle Folgen eintreten, die Übermut oder Kraftprotzerei verursachen? Keiner soll daran gehindert werden, sich zu verletzen oder sich umzubringen, aber bitte nur auf eigenes Risiko und Kosten. Unsere Großeltern hatten eine sehr reale und vernünftige Einschätzung für solche Tätigkeiten: Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Kein Problem damit , aber bitteschön nicht auf meine Kosten.
@josepp
Extremsportarten sind nicht das finanzielle Problem der Krankenversicherung. Deutlich mehr kosten Rauchen, falsche Ernährung, bewegungsmangel oder starkes Übergewicht. Da stellt sich nur die Frage: Wollen Sie Millionen von Versicherten täglich überwachen? Fordern und durchführen sind eben zwei paar Schuhe!
Um einen "gesunden" Wettbewerb im Gesundheitswesen zu erzeugen, bräuchten wir eigentlich dringend eine Selbstbeteiligung.
Problem: Einmal eingeführt, wäre die Gefahr groß, daß die Politik an dieser Stellschraube, je nach politischer Ausrichtung und (Spenden?)Lage, dreht!
Es ist nicht nur die Pharmalobby es sind noch viele andere
So lange kein Gesetz gegen die Politiker gemacht wird,die sich
an dieser Sache bereichern direkt oder indirekt kann es auch nicht
besser werden.Diese Leute müssen erst mal das Grundgesetz lernen
so wahr mir Gott helfe. Aber erst helf ich mir selbst
Der Euro wird mit jedem Tag mehr zum Verhängnis für Europa, wirtschaftlich wie politisch. Wann endlich werden...
Kommentare zu: "Die Politiker gehen vor der Pharmalobby in die Knie"
zum Artikel