+++ Die Ereignisse im Überblick +++: Merkel hofft auf Lösung am Samstag

+++ Die Ereignisse im Überblick +++: Merkel hofft auf Lösung am Samstag

, aktualisiert 26. Juni 2015, 12:55 Uhr
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Euro-Graffiti in Athen: Die Zukunft Griechenlands in der Währungszone ist ungewiss.

Das Ringen um eine Lösung im griechischen Schuldenstreit geht weiter. Am Samstag wollen sich die Euro-Finanzminister wieder treffen. Die Zeit, um die Pleite noch zu verhindern, wird immer knapper.

+++13.26 Uhr+++

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble schätzt die Chancen auf eine Einigung mit Griechenland auf 50 zu 50. Griechenland wisse um seine Vorteile, wenn es Mitglied der Euro-Zone bleibe, sagt Schäuble in Frankfurt.

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+++12.45 Uhr+++

Die internationalen Geldgeber erwägen im Falle einer Last-Minute-Einigung mit Griechenland die Verlängerung des Hilfsprogramms bis Ende November. Bis dahin könnten dem pleitebedrohten Land Finanzmittel in Höhe von insgesamt 15,3 Milliarden Euro zufließen, heißt es in einem Dokument, das der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag vorlag. In dem Papier wird auch der Zeitplan für die Überweisungen dargelegt - unter der Voraussetzung, dass sich bis Dienstag Euro-Partner, IWF und griechische Regierung auf die Bedingungen für die Verlängerung einigen. So sollten zunächst 1,8 Milliarden Euro in der kommenden Woche überwiesen werden, die aus Gewinnen der EZB durch den Erwerb griechischer Staatsanleihen im SMP-Programm 2014 stammen. Damit soll Griechenland die am Dienstag fällige Tranche an den IWF begleichen. Das Geld würde demnach fließen, sobald das griechische Parlament der Einigung mit den Gläubigern zugestimmt hat.

+++12.15 Uhr+++

Griechenlands Ministerpräsident Alexis Tsipras hat nach Angaben aus seiner Regierung in einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Francois Hollande die harte Haltung seiner Gläubiger beklagt, für die er kein Verständnis habe. Alle drei halten sich zum EU-Gipfel in Brüssel auf.

+++11.47 Uhr+++

Die Finanzminister der Euro-Ländern werden am Samstag um 17.00 Uhr in Brüssel zu ihren Beratungen zusammenkommen, wie nun offiziell mitgeteilt wird.

+++11.00 Uhr+++

Einen Tag vor der entscheidenden Sitzung der Eurogruppe zum Thema Griechenland trifft sich der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Francois Hollande. Dies teilten Kreise der Regierung in Athen am Freitag mit. Das griechische Staatsfernsehen (ERT1) berichtete, das Treffen habe gegen 11.00 Uhr MEZ begonnen.

Alexis Tsipras und Angela Merkel. Quelle: AP

Am Dienstag läuft das aktuelle europäische Hilfsprogramm für Griechenland aus. Bis dahin muss es eine Lösung geben.

Bild: AP

+++09.30 Uhr+++

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis zeigt keine Kompromissbereitschaft im Schuldenstreit. Sein Land sei noch immer mit Forderungen konfrontiert, die es nicht erfüllen könne, sagte Varoufakis am Freitag dem irischen Rundfunksender RTE. Dabei habe Athen alles getan, um den "seltsamen Forderungen" der Geldgeber entgegenzukommen. Griechenland sei entschlossen, in der Euro-Zone zu bleiben, betonte der Minister des von der Pleite bedrohten Euro-Landes.

+++08.00 Uhr+++

EU-Kommissar Günther Oettinger hält einen Grexit für unvermeidbar, sollte es in den nächsten fünf Tagen keine Einigung geben. Es werde alles versucht, um Griechenland in der Euro-Zone zu halten, sagte Oettinger am Freitag im Deutschlandfunk. "Der Grexit wäre für uns kein Ziel, aber er wäre unvermeidbar, wenn wir in den nächsten fünf Tagen keine Lösung bekommen."

+++07.30 Uhr+++

Die Hängepartie um Griechenland dürfte auch am Freitag die europäischen Aktienmärkte in Schach halten. Banken und Broker rechneten mit einem leichten Minus des Dax zum Handelsstart. Der Leitindex hatte am Donnerstag kaum verändert bei 11.473 Punkten geschlossen.

+++03.45 Uhr+++

Die Hoffnungen der Staats- und Regierungschefs im griechischen Schuldendrama liegen auf dem Treffen der Euro-Finanzminister am Samstag. Die Zeit dränge, deshalb müsse alles daran gesetzt werden, am Samstag eine Lösung zu finden, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am frühen Freitagmorgen nach dem Ende des ersten EU-Gipfeltages in Brüssel. Die Verhandlungen seien sehr technisch und könnten deshalb nur von Fachleuten geführt werden. "Das können und werden die Staats- und Regierungschefs nicht tun", betonte Merkel. Der politische Wille zu einer Einigung sei aber von allen Gipfelbeteiligten unterstrichen worden. Derzeit gehe es um den Abschluss des laufenden Programms. "Es ist nicht möglich, irgendwelches neues Geld zu finden, was bislang nicht da ist."

+++22.27 Uhr+++

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, rechnet nach eigenen Angaben nicht mit einem Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone. Dies solle vermieden werden, forderte der SPD-Politiker in der ARD.

+++20.45 Uhr+++

Die Regierungschefs der Niederlande, Finnlands, der Slowakei sowie des Nicht-Euro-Landes Bulgarien haben beim EU-Gipfel am Donnerstag von Tsipras verlangt, das Kompromissangebot der internationalen Geldgeber anzunehmen.

+++20.20 Uhr+++

Laut einem EU-Diplomat ist kein weiterer Euro-Gipfel vorgesehen: „Es wird weder heute noch morgen einen Euro-Gipfel geben“, sagte er am Donnerstagabend am Rande des regulären Treffens aller 28 Staats- und Regierungschefs der EU. Zuvor war über die Möglichkeit einer solchen Zusammenkunft spekuliert worden.

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+++18.30 Uhr+++

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat bekräftigt, dem von der Staatspleite bedrohten Griechenland keinen Aufschub für die am Dienstag fällige Ratenzahlung zu gewähren. Es sei seit langem die Regel beim IWF, „Zahlungsfristen nicht zu verlängern“, sagte der Sprecher Gerry Rice am Donnerstag in Washington. Sollte Athen am 30. Juni nicht die fälligen rund 1,6 Milliarden Euro überwiesen haben, sei das Land „unmittelbar im Zahlungsrückstand“, sagte Rice.  


+++17.47 Uhr+++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Schuldenstreit mit Griechenland Insidern zufolge bis Montagmorgen eine Lösung angemahnt. Bis zur Öffnung der Finanzmärkte müsse es eine Einigung geben, habe Merkel bei einem Treffen der Europäischen Volkspartei gesagt, berichteten zwei Teilnehmer am Donnerstag. Das Treffen fand vor dem EU-Gipfel statt. Deutschland lasse sich von Griechenland nicht erpressen, zitierten die beiden Merkel. Andere Teilnehmer des Treffens wollten diese Aussagen Merkels nicht bestätigen.

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