0,3 Prozent Wachstum : Italien lässt Rezession hinter sich

0,3 Prozent Wachstum : Italien lässt Rezession hinter sich

Italien lässt die schlimmste Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg hinter sich. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone hatte zuvor eine lange Durststrecke ohne Wachstum in 14 aufeinanderfolgenden Quartalen.

Italiens Wirtschaft befreit sich langsam aus der langen Konjunkturflaute. Das Bruttoinlandsprodukt stieg zwischen Januar und März um 0,3 Prozent zum Vorquartal, wie das nationale Statistikamt am Mittwoch mitteilte. Dies war das erste Wachstum seit Mitte 2013.

Tops und Flops der Expo 2015

  • Großereignis in Mailand

    Die italienische Regierung erwartet sich einen Besucheransturm und wirtschaftlichen Aufschwung von der Expo. Viele Mailänder sind dagegen genervt von der Weltausstellung, die vom 1. Mai bis Ende Oktober läuft. Bis zu 20 Millionen Besucher sollen kommen.

  • Top: Das Motto

    Das Thema „Den Planeten ernähren, Energie fürs Leben“ trifft den Nerv der Zeit und passt gut zu Italien. Es geht einerseits darum, Lösungen zu finden, wie alle Menschen der Welt in Zukunft ernährt werden können. Andererseits werden Themen wie Übergewicht oder Magersucht diskutiert. Aber jeder Pavillon will auch sein Land kulinarisch anpreisen. Das heißt: Es gibt viel zu Essen - darunter auch exotisches wie Insekten.

  • Top: Ruhe vom Trubel

    Der österreichische Pavillon ist schlicht, ruhig und einfach. Wer von der Reizüberflutung der Expo genug hat, der kann sich dort in einen Wald zur Ruhe setzen und über österreichische Berg- und Waldluft sinnieren.

  • Top: Essen bei Mailändern

    Viele Bewohner der Stadt schimpfen über die Expo und die vielen Bauarbeiten. Andere wollen sich nicht von dem Frust anstecken lassen. So können sich Mailänder über die Webseite „Piacere Milano“ mit Touristen vernetzen und sie zum Essen zu sich nach Hause einladen.

  • Top: Kultur

    Am Rande der Expo läuft ein großes Kulturprogramm. Highlights sind eine Leonardo da Vinci-Ausstellung, die 200 Werke aus den wichtigsten Museen der Welt zusammengetragen hat, und das Programm der Mailänder Scala.

  • Flop: Organisation

    Bis zuletzt bestimmten Verzögerungen bei den Bauarbeiten die Schlagzeilen. Letztes Jahr überschattete zudem ein Korruptionsskandal die Ausstellung, bei dem mehrere Expo-Manager festgenommen wurden.

  • Flop: Sponsoren

    Ausgerechnet Unternehmen wie McDonald's und Coca Cola gehören zu den Sponsoren der Expo. Viele Kritiker sehen darin einen Widerspruch zum Thema gute Ernährung.

  • Flop: Stereotype

    Etwas platt ist die Darstellung der Bundesländer im deutschen Pavillon. Dass es in Bayern Weißwürste und Bier und in Frankfurt Grüne Soße gibt, bebildert mit etwas kindlichen Zeichnungen: Ein bisschen weniger Klischees hätten sicher nicht geschadet.

  • Flop: Das Danach

    Was mit dem riesigen Gelände am Stadtrand nach der Ausstellung passiert, ist bisher niemanden so richtig klar. Die meisten Pavillons, die für Millionen erbaut wurden, werden abgebaut. Nur vereinzelt gibt es kreativere Ideen: Die zentralen Türme des Schweizer Pavillons sollen später Gewächshäuser in der Schweiz werden. Und einige Schuhe der Mitarbeiter im deutschen Pavillon sind kompostierbar und können als Blumentopf umfunktioniert werden.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Plus von 0,2 Prozent gerechnet. Italien hat drei Jahre Rezession hinter sich. Für 2015 sagt die EU-Kommission Italien ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent voraus, das sich 2016 auf 1,4 Prozent beschleunigen soll.

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