Antrittsbesuch in Paris: Angela Merkel will mit Francois Hollande eine neue Epoche beginnen

Antrittsbesuch in Paris: Angela Merkel will mit Francois Hollande eine neue Epoche beginnen

Kanzlerin Merkel beginnt ihre Amtszeit auch diesmal mit einem Besuch in Paris. Die deutsch-französischen Beziehungen sollen besser werden: Merkel kündigte eine "neue Epoche" der Zusammenarbeit an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel will nach ihrer Wiederwahl eine neue Ära in der Zusammenarbeit mit dem französischen Präsidenten François Hollande einleiten. „Wir haben in den letzten Monaten schon sehr intensiv zusammengearbeitet, aber wir können jetzt eine neue Epoche beginnen“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch bei einem Besuch in Paris. Am 19. Februar solle es deswegen deutsch-französische Regierungskonsultationen geben. „Wir haben einen gemeinsamen Horizont, der eine gemeinsame Agenda werden muss“, kommentierte der Sozialist Hollande mit Blick darauf, dass beide bis 2017 amtieren können.

Merkel war kurz zuvor zur ersten Auslandsreise ihrer dritten Amtszeit in Paris eingetroffen. Die CDU-Politikerin wollte einen Tag nach ihrer Wiederwahl gemeinsam mit Hollande den EU-Gipfel an diesem Donnerstag und Freitag vorbereiten. „Der morgige Rat wird uns die Möglichkeit geben, Fortschritte zu erzielen im Bereich der Bankenunion, aber auch im Bereich der wirtschaftspolitischen Zusammenarbeit“, sagte Merkel. Hollande sagte: „Wir haben eine besondere Verantwortung für die Zukunft Europas.“ Er lobte bei der Bankenunion Merkels Kompromissbereitschaft.

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Begleitet wurde die Kanzlerin zu dem Treffen im Élysée-Palast vom neuen Außenminister Frank-Walter Steinmeier. „Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich ist einzigartig, die Partnerschaft zwischen unseren Ländern unersetzlich“, erklärte der SPD-Politiker zu der symbolisch wichtigen Reise. Nach Angaben aus seinem Umfeld will sich Steinmeier für einen „Kickstart des deutsch-französischen Motors“ einsetzen. Er gehört im Gegensatz zu Merkel zum selben politischen Lager wie Hollande.

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Auf dem Programm des Treffens standen ein gemeinsames Arbeitsessen sowie Zweier-Gespräche zwischen Merkel und Hollande sowie Steinmeier und dessen Amtskollegen Laurent Fabius. Themen sollten neben dem EU-Gipfel ein zum Jahresbeginn geplanter deutsch-französischer Gipfel sowie die bevorstehenden Gedenktage sein. 2014 jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs zum 100. Mal, der Mauerfall zum 25. Mal.

Merkel war bereits nach ihrer ersten Wahl zur Bundeskanzlerin vor acht Jahren zuerst nach Frankreich gereist, ebenfalls nach ihrer ersten Wiederwahl 2009. Damals traf sie mit Jacques Chirac und später mit Nicolas Sarkozy noch auf konservative Politiker. Im Gegenzug führten die ersten Auslandreisen der französischen Präsidenten zuletzt immer nach Deutschland.

Hollandes Antrittsbesuch im vergangenen Jahr hatte allerdings mit Komplikationen begonnen. Die Maschine des neuen Staatschefs war beim Flug nach Berlin in einem Unwetter von einem Blitz getroffen worden. Das Flugzeug kehrte daraufhin vorsichtshalber nach Paris zurück, wo Hollande die Maschine wechselte. Der französische Präsident spielte am Mittwochabend scherzhaft darauf an: „Ich stelle fest, es gab keinen Flugzeugzwischenfall“, sagte Hollande. „Sie war superpünktlich.“

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