Arbeitslosigkeit in der EU: Aufwärts in Trippelschritten

Arbeitslosigkeit in der EU: Aufwärts in Trippelschritten

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Zwar sinkt die Arbeitslosigkeit in Europa, trotzdem ist es noch ein langer Weg zur flächendeckenden Beschäftigung.

Die Arbeitslosigkeit in Europa sinkt, wenn auch nur langsam. Dennoch zeigt sich: Die Reformen wirken. Die griechische Regierung sollte aus der Beobachtung ihre Schlüsse ziehen.

Die Konjunkturbelebung in vielen Krisenländern drückt die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone auf den niedrigsten Wert seit knapp drei Jahren. Im Februar hatten 18,204 Millionen Männer und Frauen keinen Job – 49.000 weniger als im Januar und 643.000 weniger als ein Jahr zuvor. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Brüssel mitteilte, fiel die um saisonale Schwankungen bereinigte Arbeitslosenquote auf 11,3 Prozent. „Das ist der niedrigste Wert in der Euro-Zone seit Mai 2012“, stellte Eurostat fest.

 Hinter der positiven Entwicklung steckt ein leichter Aufschwung in der Währungsunion. Die Europäische Zentralbank hob in diesem Monat ihre Wachstumsprognose für 2015 auf 1,5 von 1,0 Prozent an. Die Verbraucher werden durch günstige Benzinpreise entlastet. Zudem beflügelt die starke Abwertung des Euro die Exporte der Unternehmen. Sie macht Waren in Übersee billiger.

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Was macht die EU gegen Jugendarbeitslosigkeit?

  • EU-Fördergelder

    Für die sogenannte Jugendgarantie sind sechs Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 einplant. Auf diese EU-Gelder können die Staaten zurückgreifen, um Menschen unter 25 Jahren innerhalb von vier Monaten zu einer Arbeit, einer Ausbildungsstelle oder einem Praktikum zu verhelfen. Die EU-Kommission setzt sich dafür ein, dass vorgesehene Fördergelder schneller zum Einsatz kommen und schon in den kommenden beiden Jahren verwendet werden. Allerdings steht die endgültige Einigung auf den Finanzrahmen 2014 bis 2020 der Union noch aus.

  • Europäische Investitionsbank

    Schon 2012 hatten die EU-Staats- und Regierungschefs beschlossen, das Kapital der Hausbank der EU um 10 Milliarden Euro aufzustocken, um sie schlagkräftiger zu machen. EIB-Präsident Werner Hoyer hat nun im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit eine Vorfinanzierung von EU-Initiativen angeboten. „Wir sollten überlegen, das vorzufinanzieren, um rasch Wirkung zu erzielen“, sagte Hoyer der „Welt am Sonntag“.

  • Kampf gegen Kreditklemme

    Die EU verstärkt ihren Kampf gegen die gefährliche Kreditklemme für Mittelständler in südeuropäischen Krisenländern. EU-Kommission und Europäische Investitionsbank (EIB) wollen dafür EU-Töpfe wie Regionalförderung und Forschungsrahmenprogramm mit Geldern der EIB kombinieren, um mehr Bürgschaften zu vergeben.

 Allerdings bleibt das Gefälle in den 19 Euro-Ländern sehr groß. Deutschland wies mit 4,8 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote auf, gefolgt von Österreich mit 5,3 Prozent. In Spanien liegt sie dagegen bei 23,0 Prozent, in Griechenland betrug sie zuletzt 26,0 Prozent.

 Die Zahlen zeigen, dass die wirtschaftliche Erholung „eher einem Marathonlauf als einem Sprint“ gleicht, wie Bundesbank-Präsident Jens Weidmann neulich auf einer Veranstaltung in der Ludwig-Maximilians-Universität in München sagte.

Infografik In diese Städte zieht es die Talente der Zukunft

Wer für die Zukunft noch Großes vorhat, sollte dafür eine der zehn wettbewerbsfähigsten Städte der Welt auswählen – denn dort werden 2025 die größten Talente sitzen. Faktoren wie Infrastruktur und Finanzkraft zählen.

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Aber: Die Sparmaßnahmen und Strukturreformen zeigen Wirkung. So hat sich die preisliche Wettbewerbsfähigkeit Portugals bis Ende 2014 um sechs Prozent, die Spaniens um neun Prozent und die Irlands um zwölf Prozent verbessert.

 Alle drei Länder kamen auch beim Abbau der Arbeitslosigkeit voran. Irland (von 12,1 Prozent auf 9,9 Prozent) und Spanien (von 25,2 auf 23,3 Prozent) gehören – gemeinsam mit Estland und Bulgarien –  gar zu den vier Ländern, die die stärksten Rückgänge verzeichnen konnten. In Portugal ging die Arbeitslosenquote um 0,8 Prozentpunkte zurück.

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 „Nur grundlegende Reformen können die wirtschaftlichen Perspektiven der Menschen in diesen Ländern nachhaltig verbessern“, sagte Weidmann bereits vor einer Woche. „Es wäre insofern tragisch, wenn Griechenland im Anpassungsprozess jetzt aufgeben würde und das Erreichte verspielen würde“, sagte Weidmann. Die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft sei um vierzehn Prozent gestiegen.

 Laut Eurostat ist auch die Arbeitslosigkeit in Griechenland gesunken – von 27,3 auf 26,0 Prozent. 

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