Außenminister Gabriel: Scheitern eines Brexit-Deals schadet vor allem Briten

Außenminister Gabriel: Scheitern eines Brexit-Deals schadet vor allem Briten

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Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mit seinem britischen Amtskollegen Boris Johnson.

Bei seinem Besuch in London macht Vizekanzler Gabriel deutlich, wer seiner Meinung nach das Risiko der Brexit-Verhandlungen trägt. Gleichzeitig betont er den Wunsch zu guten Beziehungen nach Großbritannien.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel sieht das Risiko eines Scheiterns bei den Brexit-Gesprächen vor allem bei den Briten. Das machte der Vizekanzler bei seinem Antrittsbesuch am Dienstag in London deutlich. „Jetzt kommt es darauf an, cool zu bleiben“, sagte der SPD-Politiker in Anspielung auf die komplizierten Austrittsverhandlungen. Beide Seiten bräuchten sich.

Sollte aber Großbritannien nach zwei Jahren ohne Einigung ausscheiden, würde das vor allem die Briten treffen. Der britische Außenminister Boris Johnson konterte: „Falls wir keinen Deal hinbekommen, dann wird Großbritannien trotzdem überleben.“

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Gabriel will auch nach dem EU-Austritt Großbritanniens ein gutes Verhältnis zu London pflegen. „Es ist wie bei jeder Scheidung: Es wird erst richtig schwer werden und dann wieder leichter.“

Am Tag nach dem Scheidungsantrag debattierte der Bundestag über den EU-Austritt der Briten. Die britische Regierung bemüht sich unterdessen, die Brexit-Sorgen der Briten zu dämpfen.

Gabriel zeigte sich damit etwas milder als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der kurz zuvor vor dem Europaparlament in Straßburg den EU-Austritt Großbritanniens scharf kritisiert hatte. „Es ist unverantwortlich zu sagen, in dieser Welt könne ein europäisches Land allein und ohne die EU seine Stimme hörbar machen oder seine wirtschaftlichen Interessen durchsetzen“, sagte Steinmeier in seiner ersten größeren Rede im Ausland als Bundespräsident.

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