Bank of England: Alle britischen Großbanken bestehen Stresstest

Bank of England: Alle britischen Großbanken bestehen Stresstest

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Die Bank of England in London, Großbritannien.

Die britischen Großbanken können aufatmen: Alle sieben überprüften Institute haben den diesjährigen Stresstest der britischen Zentralbank bestanden. Doch zwei Institute offenbaren Schwächen.

Die führenden Kreditinstitute Großbritanniens sind laut Notenbank ausreichend für Krisen gewappnet. Die Branche muss sich aber dennoch darauf einstellen, bald zusätzliche Milliardensummen für schlechte Zeiten beiseitezulegen. "Unser Hauptziel ist, die Banken widerstandsfähiger zu machen. Dabei steht nicht im Vordergrund, das Kreditwachstum zu zügeln", betonte Notenbank-Chef Mark Carney am Dienstag.

Nach Ausbruch der Finanzkrise 2008 mussten die Royal Bank of Scotland (RBS) und Lloyds vom Steuerzahler gerettet worden. Als Lehre daraus prüft die Zentralbank die Branche seit 2014 auf Herz und Nieren. Wie sie nun mitteilte, fiel dieses Jahr aber keines der sieben getesteten Institute durch.

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Allerdings schafften es RBS und Standard Chartered erst, nachdem sie ihre Kapitalquoten noch während der Prüfung anpassten. Die Royal Bank of Scotland stellte klar, dass sie ihre laufenden Kapitalpläne nicht ändern muss. RBS-Aktien legten an der Londoner Börse daraufhin um 2,6 Prozent zu, StanChart-Papiere um 1,3 Prozent. Die übrigen großen Banken in Test - HSBC, Barclays, Lloyds, Santander und Nationwide - bestanden ohne Abstriche.

Wie die Notenbank in ihrem ebenfalls am Dienstag vorgelegten Finanzstabilitätsbericht mitteilte, erwägt sie die Einführung eines speziellen Kapitalpuffers für die Branche ab März 2016. Er könne sich auf bis zu zehn Milliarden Pfund belaufen, umgerechnet 14,2 Milliarden Euro.

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Die Banken sollen ihn vorhalten, um sich frühzeitig für eine Konjunktureintrübung und damit zusammenhängende Risiken in der Kreditwirtschaft wappnen zu können. Die britische Wirtschaft habe sich zwar weitgehend von der Finanzkrise erholt. Doch es gelte, sich gegen größere Zinserhöhungen und von Schwellenländern ausgehende Risiken abzusichern, betonte Carney.

Voriges Jahr hat die Notenbank im ersten branchenweiten Stresstest einen Kursrutsch am Häusermarkt simuliert. Die Kapitalausstattung der RBS erwies sich dabei für den Ernstfall als nicht ausreichend. Sie musste daher nachbessern. Dieses Jahr untersuchten die Prüfer unter anderem, wie sich Risiken, die von Schwellenländern ausgehen, auf die Stabilität der britischen Banken auswirken.

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