Banknoten: Facelift für den Zehn-Euro-Schein

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Banknoten: Facelift für den Zehn-Euro-Schein

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Bald müssen sich Verbraucher im Euro-Raum an neue Scheine gewöhnen. Nach der Überarbeitung des Fünfers 2013 soll jetzt auch der Zehn-Euro-Schein eine neue Optik bekommen.

Der Wettlauf zwischen Währungshütern und Geldfälschern geht in die nächste Runde. Nach den Fünfern, bekommt auch der Zehn-Euro-Schein ein neues Gesicht. Den neuen Zehner stellt die EZB am Montag vor.

Nach dem Fünf-Euro-Schein bekommt jetzt auch der Zehner ein Facelift: Im Laufe dieses Jahres bringen Europas Notenbanken den überarbeiteten Schein in Umlauf, die Verbraucher im Euro-Raum müssen sich an eine neue Note gewöhnen. Noch kann man den Zuwachs der „Europa-Serie“ nicht anfassen. Aber am kommenden Montag (13. Januar) zeigt EZB-Direktor Yves Mersch der Öffentlichkeit schon mal, wie die Note aussehen wird.

Der Grund für die Überarbeitung der Euro-Scheine lautet: Mehr Sicherheit. Die Gemeinschaftswährung soll noch sicherer gegen Geldfälscher werden, wie Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele schon zur Einführung der neuen Fünfer erklärt hatte: „Wir wollen, dass das Euro-Bargeld eine sichere Währung bleibt, die schwer zu fälschen ist. Mit der Investition in neue Sicherheitsmerkmale sollen die Fälschungszahlen niedrig gehalten werden.“

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2012 waren laut Europäischer Zentralbank (EZB) weltweit 531.000 gefälschte Euro-Blüten aufgetaucht. Der Gesamtschaden belief sich auf stolze 26 Millionen Euro. Allein in Deutschland entstand durch das Falschgeld ein Schaden von etwa 1,1 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten 2013 wurden 317.000 Euro-Blüten sichergestellt. Das war der höchste Wert in einem Halbjahr, der seit Ende 2010 (364.000) gemessen wurde.

Dass der Wettstreit zwischen Währungshütern und Geldfälschern hart geführt wird, hatte sich nach Einführung der überarbeiteten Fünfer im Mai 2013 schnell gezeigt: Kaum war die mit Smaragdzahl, fühlbarem Druckbild und Hologramm verbesserten Banknote Anfang Mai eingeführt worden, versuchten sich Kriminelle schon an ersten Fälschungen. Die waren zwar noch ziemlich plump, zeigten aber dennoch: Kriminelle geben sich in dem Millionenspiel nicht so leicht geschlagen. Sie wollen den technischen Vorsprung der Notenbanken wieder wettmachen. An den Sicherheitsmerkmalen der neuen Euro-Scheine hatten Experten immerhin seit 2005 getüftelt

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Doch nicht nur Kriminelle wurden von den neuen Scheinen auf die Probe gestellt, sondern auch Automatenbetreiber: Etliche Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn sowie einiger regionaler Verkehrsgesellschaften akzeptierten die neuen Fünfer zunächst nicht, weil die Software der Automaten zu spät aktualisiert wurde. Die EZB will unbedingt vermeiden, dass sich dieses Schauspiel wiederholt. Die Notenbanken haben sich vorgenommen, Hersteller und Betreiber solcher Geräte auf die neuen Zehn-Euro-Banknoten vorzubereiten um sicherstellen, dass die Automaten die neuen Scheine akzeptieren.

Nach und nach wollen die Währungshüter alle Euro-Banknoten in Sachen Sicherheit auf den neuesten Stand bringen. 2015 ist der Start des überarbeiteten 20ers vorgesehen, die größeren Stückelungen sollen folgen. Dann wird es auch für Geldfälscher brenzlig: Im ersten Halbjahr 2013 waren vier von fünf Blüten entweder falsche 20er (38 Prozent) oder falsche 50er (44,1 Prozent). Bei kleineren Werten ist das Risiko zu groß, der Ertrag zu gering.

Dass die Neuauflage der Noten trotzdem mit dem niedrigsten Nennwert begann, hat einen Grund: Die neuen Scheine sind dank einer Beschichtung länger haltbar - und das ist vor allem für den Fünfer wichtig, der am häufigsten den Besitzer wechselt. Und um die Verbraucher nicht zu verwirren, folgen die weiteren Scheine nun - im Wert aufsteigend - der Reihe nach.

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