Barack Obama: US-Präsident ruft Briten zum Verbleib in EU auf

Barack Obama: US-Präsident ruft Briten zum Verbleib in EU auf

, aktualisiert 22. April 2016, 10:54 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat sich gegen einen Brexit ausgesprochen. Er mahnte die Briten zum Zusammenhalt in der EU. Kritiker werfen Obama nun vor, sich in die Angelegenheiten Großbritanniens einzumischen.

US-Präsident Barack Obama hat die Briten zu einem Votum für einen Verbleib in der Europäischen Union aufgerufen. Die internationalen Herausforderungen in der Welt erforderten es, dass Verbündete „zusammenhalten“, schrieb Obama in einem Gastkommentar in der Zeitung „The Telegraph“, der bei seiner Ankunft in London am Donnerstagabend veröffentlicht wurde. Großbritanniens Präsenz in der EU „verstärkt“ den britischen Einfluss und helfe bei der Verbreitung „britischer Werte.“

Seine Sicht auf das Referendum über den EU-Verbleib Großbritanniens teile er „mit der Offenheit eines Freundes“ mit, schrieb Obama. Doch werde die Entscheidung auch US-Interessen berühren.

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Sein Eingreifen in die sogenannte „Brexit“-Debatte hat bei einigen Briten Kritik hervorgerufen. Sie werfen Obama vor, sich in die Angelegenheiten Großbritanniens einzumischen. In einem Artikel des „Atlantic“ war Obama zitiert worden, Großbritannien verhalte sich außenpolitisch - wie andere Alliierte auch - wie ein Trittbrettfahrer. „Die Briten fragen sich schon, ob sie jetzt für die USA einfach irgendein Land sind“, sagte Nile Gardiner von der Heritage Foundation vor der Reise Obamas. „Obama hat von Anfang an nur sehr wenig Begeisterung für die besondere Beziehung beider Länder gezeigt.“

Großbritannien Wie der Brexit plötzlich mehrheitsfähig wird

Ein EU-Austritt würde Großbritannien und Europa teuer zu stehen kommen: Doch das ist immer mehr Briten offenbar schlicht egal und der Brexit längst kein Hirngespenst mehr.

Die Briten könnten sich tatsächlich aus der EU verabschieden - vor einigen Monaten noch undenkbar. Quelle: Fotolia

„Das Eintreten Obamas gegen einen Brexit ist ein großer strategischer Fehler“, sagte der Großbritannien-Experte. „Ein Austritt hätte für die USA große Vorteile.“ Vom Besuch in London erwartet Gardiner schlechte Presse für Obama und Rückenwind für die EU-Gegner. „Das ist alles nicht hilfreich“, sagte Gardiner. Die Briten stimmen am 23. Juni über eine Verbleib in der EU ab. Die Regierung in Washington und viele amerikanische Unternehmen und Banken sind gegen einen Austritt des wichtigsten europäischen Verbündeten aus der Staatengemeinschaft.

Obama hält sich zu einem dreitägigen Besuch in London auf. Im Rahmen seines Aufenthalts waren ein Essen mit Vertretern der königlichen Familie und Gespräche mit Premierminister David Cameron geplant. Zuvor hatte Obama in Saudi-Arabien mit Verbündeten aus der Golfregion gesprochen. In London wird First Lady Michelle Obama zu ihrem Mann stoßen. Gemeinsam wird das Präsidentenpaar am Freitag mit der britischen Königin Elizabeth II. zu Mittag essen. Die Queen feierte am Donnerstag ihren 90. Geburtstag. Zudem werden die Obamas an einem Abendessen im Kensington-Palast teilnehmen.

Am Sonntag wird Obama in Deutschland erwartet.

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