Bericht räumt Fehler ein: OECD unterschätzte Auswirkungen der Finanzkrise

 
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Bericht räumt Fehler ein: OECD unterschätzte Auswirkungen der Finanzkrise

Die internationale Wirtschaftskrise 2007-2012 wurde offenbar unterschätzt. Die OECD räumt jetzt Fehler bei der Bewertung ein.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die angeschlagenen Euro-Länder nach eigenen Angaben unterschätzt. Zwar habe die OECD die Wachstumsprognosen für die betroffenen Länder mit dem Krisenausbrauch 2007 nach unten korrigiert worden, aber nicht in ausreichendem Maße, heißt es in einem Bericht der Organisation, mit dem Titel "Post mortem".

Wie sehr sich die OECD verschätzt hat, zeigen die Zahlen: Durchschnittlich 1,4 Prozentpunkte blieb das Wirtschaftswachstum in den von der OECD beobachteten Ländern hinter den Prognosen zurück. Auch der für 2010 bis 2012 angekündigte Konjunkturaufschwung blieb aus.

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Als Grund für die falsche Einschätzung der Krise nennt die OECD, dass bei den Prognosen die wachsende Globalisierung der Realwirtschaft und der Finanzsektor nicht genügend beachtet worden seien. Daher habe man die Auswirkung der Finanzkrise insbesondere auf den Bankensektor und die Zinsänderungen auf dem Schuldenmarkt unterschätzt.

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Nach eigenen Angaben seien "die größten Fehler bei den Voraussagen für die angeschlagenen Länder der Euro-Zone" gemacht worden. Insbesondere Länder, die wegen einer starken Abhängigkeit vom Außenhandel oder wegen eines großen Anteils ausländischer Investoren den Ereignissen in anderen Wirtschaftsnationen besonders ausgesetzt sind, waren weit stärker von der Krise betroffen, als die OECD angenommen hatte.

Der Fehler in der Bewertung sei jetzt korrigiert, so die OECD. Sie hätten zur Kenntnis genommen, dass die gegenseitige Abhängigkeit zwischen den Märkten, der Realwirtschaft und der Stimmung unter den Akteuren in der Wirtschaft stärker sei als früher angenommen.

Die OECD gilt als führend im Bezug auf Wirtschaftsprognosen. Sie stützt sich nun stärker als früher auf empirische Daten, die sie bei ihren Kontakten mit Unternehmen sammle. Diese dienen zur Frühwarnung hinsichtlich wirtschaftlicher Aktivitäten. Derzeit gehören der OECD, die ihren Hauptsitz in Paris hat, 34 Länder an.

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