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Kommentare zu: Das griechische Austrittszenario

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20 Kommentare
  • 07.08.2012, 09:43 UhrWennerGren

    Nicht Griechenland sollte austreten, damit es ihm besser geht, sondern folgendes Land:

    http://www.start-trading.de/blog/2012/08/06/krise-hat-deutschland-genug-von-europa/

  • 07.08.2012, 10:33 UhrKHD

    Griechenland konvergiert auf die Drachme zu. Das lässt sich daran belegen, dass es doch noch Gesetzmässigkeiten und Regeln gibt, an die sich bestimmte Mitspieler des Theaterstücks Griechenlandrettung halten müssen. Das sind die Freunde vom IWF, die sich an Statuten ihrer Organisation sehr wohl halten müssen, und diese bis heute auf das Äusserste strapaziert haben. Das Zauberwort heisst Schuldentragfähigkeit. Die lässt sich nicht mehr lange schönrechnen, denn auch die Aufseher der IWF Troikavertreter können rechnen. Die unsinnige, weitere Verschärfung der angekündigten Sparmassnahmen, die nie realisiert werden, nach der nächsten Kontrolle aber noch weiter verschärft werden müssen, damit der IWF eine Schuldentragfähgkeit bestätigen kann, finden spätestens dann ein Ende, wenn die kompletten Staatsausgaben gestrichen werden müssen, um die Schuldentragfähigkeit zu bestätigen. Dann kommt die Stunde der Wahrheit für das IWF, die Retter aus EU und EURO Gruppe und für Griechenland. Das könnte der späteste Zeitpunkt der Drachme Einführung werden.

  • 07.08.2012, 12:34 UhrGerd

    Chapeau, Frau Röhl,
    wieder mal eine brillante Analyse! Unsere vom Rettungswahn beseelten Politiker lassen sich aber nicht von Tatsachen beeindrucken, so unwiderlegbar sie auch sein mögen. Dagegen sind sie in Brüssel immunisiert worden. Sie leben in einer Parallelwelt, die ohne Tatsachen auskommt und nur aus Wunschträumen besteht.
    Warum ist das so? Ich habe meinen Bundestagsabgeordneten (CDU) gefragt, warum er wider besseres Wissen für diese “Rettungsmaßnahmen“ gestimmt hat. Als Antwort erhielt ich nur leere Worthülsen. Da spielt es schon fast keine Rolle mehr, dass Monti die Parlamente abschaffen will, um eine Diktatur des Schuldner-Proletariats zu errichten.
    Die Historiker werden später fragen, wie es sein konnte, dass ein winziges Land in der Ägäis ganz Europa infizieren und in den finanziellen Ruin treiben konnte. Warum hat man diesen Krankheitsherd nicht rechtzeitig entfernt?
    PS: Ich wette, dass eher noch Deutschland die Drachme einführt, als dass Griechenland die Euro-Gruppe verlässt.

  • 07.08.2012, 12:54 Uhrfederico

    Hier eine Alternative Story, bei der die Griechen besser aussehen.
    Das Land war bis 2002 auf einen gesunden Konvergenzpfad, der durchaus auf eigener Leistung beruhte. Die staatsverschuldung war damals schon 100% BIP, sicherlich eine Verwundbarkeit. Der Beitritt zum Euro brachte einen Boom, der das Preisniveau übermäßig erhöhte. Dass die Reparatur desselben in einer Währungsunion eine 10jährige Rezession erfordert war so nicht richtig klar geworden; auch gab es keine insitutionelle Sicherung im Euro, der hier half- insofern ist der Euro fehldesignt. Aus Sicht eines normalen Griechen war der Euro eine glitzernde, komplexe Falle, die Prosperität versprach, dann auch jahrelang erzeugte, in der Folge aber in einen Rückwärtsgang ging. Was haben sie falsch gemacht? Nicht so viel, für mich sind die Opfer von Komplexität, einer Komplexität, die die Autorin unterschlägt, indem sie ihre eigene Meinung etwas zu verabsolutiert, womit die anderen zu Schwaflern werden. Tatsächlich gibt es sehr viele Arten die Lage zu deuten. Ich bin jedenfalls gegen eine unnötige moralische Abwertung der Griechen, das muß nicht sein und stimmt so auch nciht.



    • 07.08.2012, 13:29 UhrBettinaroehl

      Ich freue mich, dass Sie mir zustimmen. Ich habe gerade keine moralische Abwertung der Griechen vorgenommen. Dass Griechenland vor dem Euro dank der Mitgliedschaft in der EU und auch aus eigener Kraft einen harmonisch wachsenden Aufschwung erlebte, habe ich ja gerade dargestellt. Dass der Euro für den Durchschnitts-Griechen, wie Sie sagen, zu komplex gewesen sei, als dass er die Sache habe durchschaut hätte haben können, mag sein. Die griechische Regierung und die europäischen Partnerregierungen waren aufgeklärt genug, dass da eine gewaltige Euro-Blase in Griechenland entstand. Viele Grüße Bettina Röhl

  • 07.08.2012, 14:22 UhrGut

    Sehr geehrte Autorin,
    Ihre Analyse spricht natürlich gebildete Menschen sofort an, denn diese Gedanken setzen sich wohltuend von dem ab, was irgendwelche Lohnschreiber im Auftrag anderer Kreise von sich geben, deren Geschäftsidee letztlich nur lautet: "Geldeinstreichen ohne Arbeit durch Betrug, Täuschung und Drohung", wobei eine laute Begleitmusik ertönt, welche auf der Geschichtsklaviatur gehämmert wird.

    Eines wäre aber wirklich besser:
    Um die Glaubwürdigkeit und Seriosität der Beiträge anzuheben, sollten vorher unbedingt die Rechtschreib-, Komma- und Stilfehler ausgemerzt werden..

  • 07.08.2012, 14:36 UhrJoselyn

    Sieht man sich die wirtschaftlichen Daten Griechenlands der letzten 10-20 Jahre an, kann jeder normale Bürger sehen, dass Griechenland schon pleite war, BEVOR es in die EU kam. Das Bankhaus Goldmann Sachs hat Griechenland dann noch mittels kreativer Buchführung geholfen, seine Zahlen "anzupassen", damit Griechenland überhaupt die Kriterien für eine Aufnahme in die EU erfüllen konnte.

    Und die ganzen hochbezahlten Wirtschaftsexperten wollen das nicht gemerkt haben ???? Das glaube ich nicht.

    Meiner Ansicht nach ist das bereits ein Betrug gehobenen Ausmaßes. Frau Merkel und Co werfen den Griechen, trotz Widerstand im eigenen Land, immer wieder neue Milliarden hinterher. Das ist ein Faß ohne Boden. Schließlich halten sich die Griechen auch an keine Auflagen. Meiner Ansicht nach hätte Griechenland schon längst aus der EU gehört.

    Auch mit Spanien und Italien sieht s nicht besser aus. Und die Merkel lässt sich auch noch von dem Italiener erpressen. Was für ein Armutszeugnis.

    Statt zuzugeben, dass das ganze Euro-Desaster ein Fehlschlag war, werden immer haarsträubendere Szenarien entworfen. Die Merkel-Regierung handelt absolut verantwortungslos und weiß wahrscheinlich selbst nicht mehr, was sie da tut. Einfach nur "planloser Aktionismus".

    • 07.08.2012, 23:57 UhrStefan

      Der Grund hierfür ist, dass Griechenland Öl und Gas im Wert von ca. 852 Billion Euro unter die Erde und das Meer hat. 852 000 000 000 000 Euro.
      Daher rennen alle jetzt nach Griechenland, Klinton, Peres, die Russen usw. Der sterbende Staat wird jetzt kostenlos ausgeschlachtet, seine Rohstoffe! Es musste zuerst zum sterben gebracht werden, um die Rohstoffe umsonst zu bekommen, durch Schulden, Schulden, Schulden !

  • 07.08.2012, 16:39 UhrDieterBohlens

    Ja, Frau Röhl, ich kann mich weitgehend mit Ihren Äußerungen identifizieren. Ich gehe dabei aber auch so weit, dass Griechenland wie aber auch Deutschland (ich bin mir natürlich des daraus entstehenden Exportdrucks bewusst) den Euro verlassen sollten. Griechenland verfügt trotz einer Überzahl öffentlicher Beschäftigter über keine erkennbare Verwaltungsstruktur, unsere angebotenen Finanzbeamten werden unter dem Postulat "Einmischung in innere Angelegenheiten" abgelehnt. Hier wird sich ohne Druck niemals etwas ändern! Unsere Politiker wollen heute ein Mehr an Europa und sind bereits heute schon zu Geiseln der kriselnden Südstaaten geworden. Realität ist Trumpf, wir müssen die Verluste schlucken, dürfen aber aus Furcht vor dem irgendwann einmal eintretenden Tag X nicht ständig schlechtem- gutes Geld hinterherwerfen. Jetzt ist der Mut der zaudernden Politiker gefragt! Man mag zwar Berechnungen aufstellen, denen zufolge der Verbleib Griechenlands im Euro für uns billiger wäre, aber die Griechen haben doch eigentlich kein Geschäftsmodell, um wieder auf die Gewinnerstraße zurückkehren zu können. Die müssen doch nach Wiedereinführung der Drachme erst einmal neue und insbesondere verlässliche Verwaltungsstrukturen aufbauen. Länder wie Spanien und Portugal - ebenfalls durch Korruption geprägt - haben darüber hinaus einseitige Schwerpunkte in der Bauindustrie. Wir werden denen zwar bei der Umstellung wohl oder übel helfen müssen, aber sicherlich nicht durch die von SPD und Grünen geforderte Kollateralhaftung. Daran werden auch wir uns verschlucken! Eine politische Union Europas halte ich für eine pure Illusion. Selbst die bereits bestehenden Organisationen und Strukturen haben sich bislang nicht bewährt und die Mentalitäten in Süd und Nord sind ganz einfach zu unterschiedlich um zu einem vernünftigen Konsens zu gelangen.

  • 07.08.2012, 17:47 UhrGast

    ... tat das gut !
    Das würd ich gern aus der Politik hören. Da traut sich
    leider keiner.

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