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kolumne Bettina Röhl direkt: Die gefährliche Ideologie des "Egalismus"

Kolumne von Bettina Röhl

Egal ob Bildungs- oder Gender-Politik, Integration oder Euro-Rettung - die irrige Grundannahme, dass alle Menschen auf der Welt identisch und geradezu austauschbar seien, beherrscht den westlichen Mainstream .

„Die Rettungsschirme laufen aus. Das haben wir klar vereinbart“

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble versicherte in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Juli 2010, dass die Rettungsschirme nicht von Dauer sein werden. Inzwischen ist klar: Der Euro-Rettungsschirm EFSF wird zwar abgelöst, aber ersetzt durch den permanenten Rettungsschirm ESM.

Bild: dpa

Deutschland, Europa und der Westen insgesamt oder besser der politisch korrekte Mainstream, der diesen Teil der Welt erbarmungslos im Würgegriff hält, sind seit einigen Jahren schleichend und bisher nicht hinreichend erkannt, von einer neuen Volte der Verirrsinnigung erfasst worden. Der aktuelle Systemvirus soll hier Egalismus genannt werden. Es handelt sich um einen echten Ismus, einen grauenvollen Imperativ, um eine furchtbare und menschenverachtende Ideologie.

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Die Vokabel Egalismus geistert inhaltslos und unbedeutend durch die Geschichte und auch durch das Internet. Zumeist mit einer dämlichen Bedeutung, zum Beispiel versehen als Synonym für "das ist doch egal" o.Ä. So gesehen ist der Begriff des Egalismus hier eine Art Wortneuschöpfung und mit einer neuen ganz eigenen Bedeutung zu verstehen.

Es geht um eine geradezu suchtartige, moralisch, legalistisch und auch verfassungsrechtlich pervers aufgeladene öffentliche Manie, um eine Ideologie nach der alle Menschen auf der Welt geradezu identisch seien.

Das Gleichheitsprinzip der Aufklärung

Im deutschen Grundgesetz ist festgeschrieben, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und auch die großen Weltreligionen sehen alle Menschen vor ihrer höchsten Instanz namens Gott gleich. Die Aufklärung hat diesem wertvollen Gleichheitsprinzip, die eine Errungenschaft der Menschheit ist, ihre moderne Schubkraft verliehen.

Aber dieses Gleichheitsprinzip bedeutet gerade nicht, dass alle Menschen identisch wären. Im Gegenteil: die deutsche Verfassung, die beispielhaft für die westlichen Rechtsordnungen steht, geht von der Realität aus, dass jeder Mensch ein Unikat, ein Individuum ist und mitnichten ein identisches Abziehbild aller anderen Menschen.

Wer die individuellen Entfaltungsrechte des Grundgesetzes sieht und nicht nur die Abwehrrechte, stellt fest dass die von der Verfassung anerkannte Realität eher von einer großen Diversifizierung der Individuen ausgeht, als von besonderer Ähnlichkeit. Die Menschen sind körperlich, geistig, seelisch, ihren Leistungswillen betreffend, ihre Glücksvorstellungen betreffend und in unendlich vielen anderen Hinsichten Individuen, die sich durchaus erheblich voneinander unterscheiden. Und doch sagt der westliche Mainstream heute, dass die Menschen mehr oder weniger geradezu identisch seien und behandelt jede andere Betrachtungsweise als ginge sie in Richtung Diskriminierung oder gar Rassismus.

Mit anderen Worten: der heutige Mainstream missversteht das Gleichheitsprinzip oder missbraucht es förmlich, in dem der menschenverachtende Irrsinn Platz greift, als bedeute die Tatsache, dass alle Menschen vor dem Gesetz und vor Gott gleich seien, dass die Menschen quasi identische Serienprodukte seien und deswegen austauschbar wären.

12 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 24.09.2012, 18:00 Uhrerstaunt

    Dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, impliziert doch gerade, das die Menschen gerade N I C H T gleich sind. Wie man daraus, wie selbst bei jüngeren, linksgepolten Juristen der Fall, den Schwachsinn der Gleichheit aller Menschen herleiten kann, ist für mich ein Rätsel. Die Väter und Mutter des G G haben zudem nicht den Minderheitenschutz zur Dominanz der Minderheiten über die Mehrheit ausgestaltet, wie es heute gerne gehandhabt wird, ganz nebenbei angemerkt.

  • 24.09.2012, 17:16 UhrMargrit

    Bravo Frau Röhl. Gäbe es doch mehr von Ihnen, die sich wagen, die Wahrheiten auszusprechen.

  • 24.09.2012, 13:00 UhrMichaelSack

    Liebe Leser

    Aus der BIBEL, mit ihren 70 Büchern, ist schon immer zu entnehmen, daß der EWIGE einen Unterschied macht zwischen den Menschen; nämlich es kommt darauf an, wie ein Mensch lebt. Ob er Raum gibt dem, was seiner Verantwortung und seinem Wissen entspricht.
    Und da könnte eigentlich das große Erschrecken uns ankommen, z.B. durch den biblischen Bericht der Sintflut, die ja überall auf der Welt wissenschaftlich feststellbar ist. Sogar die Arche soll immer noch da oben auf dem Arraratmassiv mal dann und wann gesehen worden sein.
    Nun, was zeigt uns GOTTES WORT ganz deutlich: Noah und sein Haus wurden gerettet, weil sie GOTT gehorchten - die anderen nicht, die waren nämlich nicht in der Arche, aber die Sintflut war doch angekündigt. Und Noah hat geduldig etwa 100 Jahre lang die Arche gebaut. Und Henoch, der Prophet, war auch tätig und Zeugnis zugleich.

    Und das Gleichgültigkeit irre macht, ist auch schon länger bekannt, (Schamlosigkeit (ist nämlich Gleichgültigkeit) macht schwachsinnig, bekannte Feststellung eines bekannten Psychaters), nun aber mehr als offenbar, denn wir werden davon ungemein bestimmt und beeinflusst auf allen Gebieten.

    Also gut, wenn diese Zusammenhänge klar und verständlich angesprochen, d.h. dargelegt werden.

    Michael Sack, Altdorf

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