Brexit: Briten wollen nach EU-Austritt in EIB und Euratom bleiben

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Großbritanniens Brexit-Minister David Davis, EU-Verhandlungschef Michel Barnier und ihre Team bei den Brexit-Verhandlungen.

von Silke Wettach

Die Briten wollen nach dem EU-Austritt engere institutionelle Bande pflegen als bisher bekannt. Die Briten wollten in der Europäischen Investitionsbank (EIB) bleiben, heißt es in Verhandlungskreisen in Brüssel.

Bei den EU-Mitgliedsstaaten gibt es bisher wenig Bereitschaft, die Briten nach einem Brexit in der EIB zu halten. „Die Aufgabe der EIB ist es, EU-Staaten zu unterstützen und nicht Drittländer“, heißt es dazu in Brüssel.
Die EIB spielt bei Investitionen in sozialen Wohnungsbau, Bildung und Infrastruktur in Großbritannien eine Schlüsselrolle, da das Land als einziger EU-Staat über keine öffentliche Förderbank im Stile der deutschen KfW verfügt. Im vergangenen Jahr hat die EIB 5,5 Milliarden Pfund an Kredite für Großbritannien bereitgestellt, im vergangenen Jahrzehnt waren es über 42 Milliarden Pfund.

Die Briten hatten im Januar angekündigt, Euratom zu verlassen. Theoretisch wäre ein Kooperationsabkommen mit Euratom möglich, wie es die EU mit der Schweiz abgeschlossen hat. Großbritannien hat Interesse an Euratom, nachdem im Sommer der Verband der britischen Radiologen Alarm geschlagen hatte, dass ein Austritt die Behandlung von Krebspatienten gefährde. Großbritannien hat bisher keine Kapazität die notwendigen radioaktiven Stoffe selbst herzustellen, die bisher vom Kontinent unter Aufsicht von Euratom importiert werden.

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