Großbritannien: Britische Regierung stellt Programm vor

Britische Regierung stellt Programm vor: 20.000 EU-Regelungen werden in nationales Recht überführt

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Queen Elizabeth II. im britischen Parlament.

Königin Elizabeth II. hat das Programm der konservativen Regierung vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt auf dem Brexit.

Das britische Parlament hat seine neue Sitzungsperiode begonnen. In einer feierlichen Zeremonie eröffnete Königin Elizabeth II. am Mittwochmorgen die Versammlung. In der sogenannten Queen's Speech verlas die Monarchin das Programm der konservativen Regierung für die kommenden zwei Jahre. Der Schwerpunkt der geplanten Gesetzgebung liegt in dieser Legislaturperiode auf dem Brexit. Wegen des geplanten EU-Austritts Großbritanniens stehen viele Veränderungen für das Land an. Daher wurde die Sitzungsperiode des Parlaments diesmal von einem Jahr auf zwei Jahre verlängert.

EU-Austritt Fahrplan für die Gespräche steht

Monatelang sprach man in London und Brüssel übereinander und heizte die Stimmung vor den Verhandlungen über den britischen EU-Austritt an. Doch deren Auftakt überrascht.

Der EU-Chef-Unterhändler Michel Barnier, links, und der britische Brexit-Minister David Davis. Quelle: AP

Ein Teil der Rede befasste sich mit dem sogenannten Großen Aufhebungsgesetz (Great Repeal Bill), das EU-Vorschriften in britisches Recht übertragen soll. Etwa 20.000 EU-Regelungen werden in einem Schwung in nationales Recht überführt.

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Wegen der schwierigen Regierungsverhandlungen war die Rede um zwei Tage verschoben werden. Die Regierung von Premierministerin Theresa May werde bei den Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union daran arbeiten, die bestmögliche Einigung zum britischen EU-Austritt sicherzustellen, sagte die Queen zum Auftakt. Ursprünglich war die Queen's Speech bereits am vergangenen Montag geplant.

Premierministerin Theresa May hatte bei der Wahl am 8. Juni ihre absolute Mehrheit im Parlament verloren und strebt nun eine Minderheitsregierung mit Unterstützung der zehn Abgeordneten der nordirischen DUP an. Noch am Dienstagabend hieß es, eine Einigung sei nicht in Kürze zu erwarten.

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