Degussa-Chefökonom: Deutsche zahlen für Verluste von Auslandsbanken

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Thorsten Polleit wirft der EZB vor, zulasten deutscher Steuerzahler Krisenpolitik zu betreiben

Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit wirft der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Krisenpolitik zulasten der deutschen Steuerzahler vor.

Degussa-Chefökonom Thorsten Polleit wirft der Europäischen Zentralbank (EZB) eine Krisenpolitik zulasten der deutschen Steuerzahler vor. So vergeben viele nationale Zentralbanken mit Billigung der EZB „still und heimlich“ vor Ort zusätzliche Notfallkredite an ihre maroden Kreditinstitute, in der Fachsprache „Emergency Liquidity Assistance“ (ELA) genannt. „Das erhöht zum einen die Inflationsgefahr. Zum anderen landen die mit ELA-Krediten verbundenen Risiken mit großer Wahrscheinlichkeit im Euro-System. Am Ende werden so deutsche Steuerzahler indirekt auch noch für Verluste von Auslandsbanken zahlen müssen“, schreibt Polleit in einem Gastbeitrag für die WirtschaftsWoche.

Laut Polleit erhielten Irische Banken diese Hilfen 2010, griechische Geldhäuser im Jahr 2011 und zuletzt wieder im Mai 2012. „Dabei blieben die Details dieser Kredite wie Empfänger, genaue Beträge, Zinsen, Besicherung oder Laufzeit stets im Dunkeln“, kritisiert der Ökonom.  In der EZB-Bilanz würden die ELA-Kredite unter dem Punkt „Sonstige Forderungen an Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet“ mit anderen Beträgen zusammengezählt – „und somit vernebelt“, so Polleit. 

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