+++Die Ereignisse im Überblick+++: Wahllokale in Griechenland geöffnet

+++Die Ereignisse im Überblick+++: Wahllokale in Griechenland geöffnet

, aktualisiert 04. Juli 2015, 09:39 Uhr
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Das Referendum ist eine Schicksalswahl für den Pleitestaat Griechenland.

In Griechenland ist am Morgen ein mit Spannung erwartetes Referendum über die Reform-Vorschläge der internationalen Geldgeber angelaufen. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr.

+++09.39 Uhr+++

Formell hat das Referendum keine Bedeutung mehr, weil das zweite Hilfsprogramm am Dienstag auslief, ohne dass sich das von der Pleite bedrohte Land und die Geldgeber auf Bedingungen für die Auszahlung weiterer Milliarden einigen konnten. Politisch ist es aber für mögliche weitere Gespräche über ein drittes Hilfsprogramm wichtig. Wegen der Krise sind seit einer Woche die Banken weitgehend geschlossen.

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Finanzminister Yanis Varoufakis griff die Geldgeber noch kurz vor der Abstimmung scharf an und warf ihnen am Samstag Terrorismus und Erpressung vor. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hält auch einen vorübergehenden Ausstieg Griechenlands aus dem Euro für denkbar. Außenminister Frank-Walter Steinmeier warnte allerdings im "Tagesspiegel am Sonntag", selbst wenn ein Grexit finanz- und währungspolitisch bewältigt werden könne, wäre das Signal außerhalb der EU verheerend.

+++06.00 Uhr+++

Die Wahllokale für das Referendum wurden geöffnet. Bis 18 Uhr MESZ können die griechischen Bürger "Ja" oder "Nein" zu den Reform-Vorschlägen der internationalen Geldgeber sagen. Das Ergebnis der Volksabstimmung dürfte ein wichtiges Signal für die künftige Kooperation des von der Staatspleite bedrohten Landes mit den internationalen Geldgebern setzen.

Nach Umfragen wurde ein sehr knappes Ergebnis erwartet. Knapp zehn Millionen Griechen waren aufgerufen, darüber zu entscheiden, ob sie die Forderungen der Gläubiger akzeptieren oder ablehnen. Das Hilfspaket, zu dem diese Bedingungen gehören, ist allerdings am 30. Juni ausgelaufen und damit überholt. Die Athener Linksregierung hatte an die Stimmberechtigten appelliert, mit „Nein“ zu stimmen.

In einem Zeitungsinterview rechnete Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis kurz vor dem Referendum mit den Gläubigern ab. Diese wollten „Angst unter den Leuten schüren“. Der Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz, brachte „Notstandskredite“ zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Versorgung in Griechenland ins Spiel gebracht. Man werde die griechische Bevölkerung nicht im Stich lassen, betonte er.

>>Hier finden Sie die Ereignisse der Vortage im Überblick.

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